# Synodical Conference Convention Proceedings_St. Louis Missouri_1922_S8 # AI-corrected against the scan — CHI Digital Archive (demonstration) 8 Verhandlungen der achtundzwanzigſten Verſammlung Das heißt, daß wir alle dieſelbe Gotteswahrheit als unſern Glau⸗ ben bekennen und nicht der eine ſo, der andere anders redet, ſondern daß wir allzumal „einerlei Rede“ führen, 1 Kor. 1, 10; Joh. 8, 31. Das heißt ferner, daß wir zuſammenhalten und uns zueinander als in der Einigkeit des Glaubens ſtehend bekennen, wie Paulus von Timotheus fordert: „Schäme dich nicht des Zeugniſſes unſers HErrn noch meiner, der ich ſein Gebundener bin!“ 2 Tim. 1, 8. So iſt das Beſtehen der Synodalkonferenz ſelbſt ein Ausdruck und ein öffentliches Bekenntnis unſerer Gemeinſchaft in der Wahrheit Gottes gegen allen Irrtum. Wir bekennen miteinander und bekennen uns zueinander und weiſen gemeinſam ab, was nicht mit Gottes Wort ſtimmt. Dieſe von Gott gegebene Glaubens⸗ und Bekenntnisgemeinſchaft der letzten fünfzig Jahre iſt uns eine Quelle reichen Segens geworden. Das Zuſammenhalten in der Wahrheit Gottes hat uns innerlich und äußerlich geſtärkt und uns Kraft gegeben. Allen Widerſprechern zum Trotz, und obſchon wir oft für Dinge eintreten mußten, die dem Zeitgeiſt und der ſogenannten „öffentlichen Meinung“ nicht genehm ſind, iſt unſere Synodalkonferenz eine große genuin lutheriſche amerikaniſche Kirche, ja, der gliederreichſte allgemeine lutheriſche Kirchenkörper unſers Landes geworden. Und wir haben einander in Gottes Wort feſtigen und ſtärken, einander zu größerer Klarheit in der Erkenntnis der gött⸗ lichen Wahrheit führen dürfen, ſo daß unſer Glaube mächtiger und unſer Stehen in der Wahrheit um ſo gewiſſer wurde. Gegen alle die böſen Einflüſſe unſerer Tage, und je näher wir im bürgerlichen Verkehr mit ſolchen Einflüſſen in Berührung kommen, laßt uns Gott um ſo mehr bitten, daß er uns ferner in dieſer von ihm ge⸗ gebenen Gemeinſchaft erhalte, ſo daß wir alleſamt in ſeiner Wahrheit bleiben und das Panier ſeines Wortes hochhalten. Denn darin liegt für uns alle Seligkeit und alles geiſtliche Gedeihen. Dadurch hat Gott uns unſere Gemeinſchaft des Glaubens, der Lehre und des Bekennens gegeben. Dadurch wird er uns vollbereiten, ſtärken, kräftigen und gründen. 2. Wir danken Gott für dieſe Gemeinſchaft; denn ſie iſt eine Ge⸗ meinſchaft am Evangelium Gottes. Der Apoſtel ſchreibt an die Philipper: „Ich danke meinem Gott . . . über eurer Gemeinſchaft am Evangelio.“ Leſen wir dieſe Worte in der heiligen Sprache, in der Paulus ſchrieb, ſo finden wir, daß er nach der kurzen Weiſe des Griechiſchen den Philippern ſagt: Ich danke Gott für eure gemeinſame Arbeit und Mithilfe bei der Aus⸗ breitung und Förderung des Evangeliums. Die Gemeinſchaft der Phi⸗ lipper mit ihrem lieben Apoſtel Paulus diente der Predigt des Evan⸗ geliums; dafür dankte der Apoſtel. Denn eine ſolche Gemeinſchaft, wie Gott ſie auch uns in der Syno⸗ dalkonferenz gegeben hat, iſt ebenſowenig wie der Glaube des einzelnen eine müßige, tote, unfruchtbare Sache, ſondern eine Gemeinſchaft „am