# Synodical Conference Convention Proceedings_St. Louis Missouri_1922_S7 # AI-corrected against the scan — CHI Digital Archive (demonstration) der Ev.⸗Luth. Synodalkonferenz von Nordamerika. 1922. 7 Wort. Und wo das der Fall iſt, da iſt Einigkeit des Glaubens. Wo man hingegen das Wort verwirft oder beiſeiteſetzt oder durch Menſchen⸗ weisheit erſetzt, da iſt Unglaube, Mißglaube und Aberglaube; da iſt denn auch die Einigkeit, die der Heilige Geiſt durchs Wort ſchafft, ver⸗ loren. Iſt darum eine Gemeinſchaft ſolcher, die ſich Chriſten nennen, nicht in allen Stücken im einfachen Feſthalten an Gottes Wort be⸗ gründet, ſo beruht ſie auch nicht auf der von Gott gegebenen Einigkeit und kann Gott nicht gefallen. Da gilt darum auch trotz allem Wider⸗ ſprechen von ſeiten menſchlicher Klugheit und trotz vermeintlichem Vor⸗ teil, den man von ſolcher Gemeinſchaft für die Kirche erhofft, die Er⸗ mahnung des Apoſtels: „Weichet von denſelbigen!“ Die Kirche ſteht auf dem Wort. Verläßt ſie in irgendeiner Weiſe dieſen feſten Grund, ſo kann ſie nicht anders als Schaden leiden. Es iſt nicht unſere Auf⸗ gabe, nur einen großen Haufen zu ſammeln, ſondern vielmehr Seelen für die göttliche Wahrheit durch das Wort dieſer Wahrheit, auch durch unſer gemeinſchaftliches Zeugnis für das Wort der Wahrheit zu ge⸗ winnen. Als vor fünfzig Jahren Vertreter einer Anzahl lutheriſcher Syno⸗ den zur gemeinſamen Beratung über die Bildung einer größeren Ver⸗ bindung zuſammenkamen, zeigten die Erklärungen und Ausſprachen der Teilnehmer, daß alle in allen Stücken Gottes Wort allein gelten ließen und zu demſelben ſtehen, daß alſo zwiſchen den ſich zuſammenſchließen⸗ den Synoden die Einigkeit des Glaubens, die Einigkeit des Geiſtes, da ſei. So wurde unſere Gemeinſchaft in der von Gott gegebenen Einigkeit gegründet. Die Synodalkonferenz ſteht da als ein Gottes⸗ werk in dieſer Zeit des Unglaubens und der Verwerfung des göttlichen Wortes. Gott hat uns in ſeiner wunderbaren Gnade und Freundlich⸗ keit vom erſten Tage an bisher ſo geführt und erhalten, daß dieſe größte Vereinigung lutheriſcher Synoden in Amerika immer noch in Glaubens⸗ einigkeit ſteht — als eine von Gott gegebene Gemeinſchaft. Dieſe Tatſache kommt zum Ausdruck und iſt vom erſten Tage an bisher offenbar durch unſere Einigkeit im Bekenntnis. Es kann gar nicht anders ſein, ſolange unſere Gemeinſchaft in der Einigkeit des Glaubens beruht. „Denn wes das Herz voll iſt, des gehet der Mund über“, Luk. 6, 45. Der Pſalmiſt ſagt: „Ich glaube; darum rede ich“, Pſ. 116, 10. Der Glaube kann nicht ohne Bekennen beſtehen. Das iſt ſo gewiß, daß der heilige Apoſtel, der die Seligkeit ſonſt dem Glauben zuſpricht, geradezu erklärt: „So man mit dem Munde bekennet, ſo wird man ſelig“, Röm. 10, 10. Und unſer Heiland ſagt: „Wer mich be⸗ kennet vor den Menſchen, den will ich bekennen vor meinem himmliſchen Vater“, Matth. 10, 32. Wo darum die Einigkeit des Glaubens beſteht, kommt ſie zum Ausdruck in der Einigkeit des Bekenntniſſes. So wurde die Synodalkonferenz, wie ſchon ihre Konſtitution ſagt, gegründet als „äußerer Ausdruck der Geiſteseinigkeit der betreffenden Synoden“. Wir ſind eine Bekenntnisgemeinſchaft.