# Synodical Conference Convention Proceedings_St. Louis Missouri_1922_S5 # AI-corrected against the scan — CHI Digital Archive (demonstration) der Ev.⸗Luth. Synodalkonferenz von Nordamerika. 1922. 5 gemeinde, die er in Europa ſammelte, und ſie hatten treu zu ihm ge⸗ halten. Er nennt ſie ſeine Freude und Krone. Zum andern hatten ſie dem Apoſtel bei der Ausbreitung des Evangeliums geholfen. Selbſt als Paulus im weit entfernten Rom gefangen ſaß, nahmen ſie die Gelegen⸗ heit wahr, ihm Hilfe zu ſenden. Und Paulus ſandte ihnen ein Dank⸗ ſchreiben, die Epiſtel an die Philipper. Er ſchrieb: „Ich danke meinem Gott" — Paulus wußte, daß alle gute Gabe und alle vollkommene Gabe von oben herabkommt — „ich danke meinem Gott über eurer Gemein⸗ ſchaft am Evangelio vom erſten Tage an bisher." In der vor einem halben Jahrhundert gegründeten Synodalkon⸗ ferenz haben wir auch vom erſten Tage an bisher eine Gemeinſchaft gleich der des Apoſtels und ſeiner lieben Philipper. Auch wir müſſen mit dem heiligen Apoſtel ſagen: Wir danken unſerm Gott für dieſe Gemeinſchaft. Denn es iſt 1. eine von Gott gegebene Gemeinſchaft; 2. eine Gemeinſchaft am Evangelium Gottes. 1. Wir wiſſen aus Gottes Wort, daß nicht jede Gemeinſchaft von Gott gegeben oder ihm gefällig iſt. Wohl läßt Gott uns Freiheit, in irdiſchen Angelegenheiten, wo immer wir es für nützlich halten, rechtmäßige Ver⸗ bindungen einzugehen. Man hat die zum Vorteil der Teilhaber ge⸗ gründeten, immer ſtärker werdenden Vereinigungen im Geſchäftsleben, in der Induſtrie, unter den Arbeitern. In der Politik macht man gegen⸗ ſeitige Zugeſtändniſſe und vergleicht ſich, um eine möglichſt große Ge⸗ folgſchaft zu gewinnen und die gewünſchten Ziele zu erreichen. Und es gibt nicht wenig Kirchenglieder, die, weil ſie den Erfolg des Vereinigens auf andern Gebieten ſehen, es für klug halten, der Weisheit der Welt zu folgen. Zum vermeintlichen Nutzen der Kirche, um ihr nämlich mehr Einfluß und Erfolg und größeres Anſehen in der Welt zu verſchaffen, geht man auf religiöſe Verbindungen ein, macht Zu⸗ geſtändniſſe und ſchließt ſich zu kirchlichen Gemeinſchaften zuſammen, die Gott nicht gefallen und der wahren geiſtlichen Förderung des Volkes Gottes nicht dienen können. Denn was ſagt Gottes Wort? Betreffs der ungläubigen Welt haben wir die ausdrückliche Warnung der Schrift: „Ziehet nicht am fremden Joch mit den Ungläubigen! . . . Gehet aus von ihnen und ſondert euch ab!" 2 Kor. 6, 14 ff., und: „Seid nicht ihre Mitgenoſſen! . . . Habt nicht Gemeinſchaft mit den unfruchtbaren Werken der Finſter⸗ nis!" Eph. 5, 7 ff. Von der ſogenannten „Religion", die in der Welt in den verſchiedenſten Geſtalten geübt wird und auch bei der großen Menge unſerer Volksgenoſſen im Anſehen ſteht, gilt das Schriftwort: „Was die Heiden opfern, das opfern ſie den Teufeln und nicht Gotte. Nun will ich nicht, daß ihr in der Teufel Gemeinſchaft ſein ſollt", 1 Kor.