# Synodical Conference Convention Proceedings_St. Louis Missouri_1920_S33 # AI-corrected against the scan — CHI Digital Archive (demonstration) der Ev.⸗Luth. Synodalkonferenz von Nordamerika. 1920. 33 Lehrer beſonders ſollten ſich die Verbreitung derſelben recht angelegen ſein laſſen. Die Leſerzahl iſt infolge der neuen Poſtgeſetze geringer geworden. Der Pioneer hat etwa 5100 Abonnenten, die „Miſſions⸗ taube“ etwa 21,000. Dieſe Zahlen könnten mit wenig Mühe in einem Jahr verdoppelt werden. Jeder wolle hier helfen. Der Reingewinn fließt ja in die Miſſionskaſſe und hilft das Reich unſers lieben Heilandes unter den Negern bauen. — Mit dem Reingewinn wird es aber wohl bald vorbei ſein, wenn der Subſkriptionspreis nicht erhöht wird. Auch in der Druckerwelt iſt alles in die Höhe gegangen. Wir bitten die Ehrw. Synodalkonferenz, beſtimmen zu wollen, was in dieſer Sache ge⸗ ſchehen ſoll. Gehaltszulagen. Vor vier Jahren wurde die Kommiſſion ermuntert, die Gehälter unſerer farbigen Arbeiter, wo ſie es für nötig halte, um $5 bis $10 monatlich zu erhöhen. Das iſt geſchehen. Um die ganze Gehaltsſache beſſer zu regulieren, hat die Miſſionsbehörde vor zwei Jahren auch eine Gehaltsſkala eingeführt. Bei der Verteuerung aller Lebensmittel genügte aber die angeſetzte Summe nicht. So wurde denn zu drei ver⸗ ſchiedenen Malen eine Zulage vorgenommen, die im ganzen 30 Prozent betrug. Das war und iſt freilich nicht genug; denn die Lebensmittel ſind nicht nur um 30 Prozent im Preiſe geſtiegen, ſondern um mehr als 60 Prozent. Allein ſchon die letzte Zulage wurde gewährt zu einer Zeit, da es mit der Kaſſe nicht wohl beſtellt war. Sie wurde aber be⸗ willigt im Vertrauen auf Gott und die lieben Chriſten. Soll unſer Vertrauen zuſchanden werden? Unſere Miſſionskaſſe. Die milden Gaben unſerer Miſſionsfreunde ſowie die Beiträge unſerer farbigen Mitchriſten haben ſich, Gott ſei Dank, gemehrt. Im Jahre 1917 war die Geſamteinnahme $70,884, 1919 dagegen $75,319 (Zunahme in zwei Jahren: $4435). Die Geſamteinnahme des Jahres 1917 ſchloß ein $8416 von unſern Negerchriſten, diejenige des Jahres 1919 $14,325 (Zunahme der Gaben unſerer farbigen Mitchriſten in zwei Jahren: $5909). Hätten die milden Gaben unſerer weißen Freunde und Gönner in demſelben Maß zugenommen, ſo hätte die Miſ⸗ ſionskaſſe überfluß, ſtatt in Schulden zu ſtecken. Soll unſer Rettungswerk, das Gott ſo ſichtlich geſegnet hat, nun nicht wieder anfangen, kümmerlich fortzubeſtehen, ſo muß die Miſſions⸗ kaſſe allgemeiner und kräftiger unterſtützt werden. Wie oft ſah die Kommiſſion ihre Hände gebunden, weil die Einnahme nicht Schritt hielt mit der Ausbreitung des Miſſionsfeldes! Wollen doch unſere lieben Chriſten mit ihren Gebeten und Gaben kräftig helfen, daß der arme Neger, der wie ein armer Lazarus vor unſerer Tür liegt, die Schätze erlangt, die Chriſtus mit ſeinem Herzblut erkauft hat!