# Synodical Conference Convention Proceedings_St. Louis Missouri_1920_S32 # AI-corrected against the scan — CHI Digital Archive (demonstration) 32 Verhandlungen der ſiebenundzwanzigſten Verſammlung vom College. Die Mädchen müſſen bei Wind und Wetter jeden Tag auf ungepflaſtertem Weg morgens früh zur Andacht kommen, zum Frühſtück zurückgehen, zu den Stunden kommen, zum Mittageſſen gehen, dann wieder in die Stunden kommen uſw. Das kann nicht ſo weiter gehen. Wir müſſen auf dem Collegeplatz bauen. Der Bauplatz iſt da und wird weiter nichts koſten. Schon auf der Synodalkonferenz in Milwaukee in 1914 wurde beſchloſſen, ein Dormitory zu bauen, ſobald zwei Drittel der nötigen Summe vorhanden ſeien. Wäre der Beſchluß damals gleich ausgeführt worden, dann hätte man ohne Zweifel viel zu klein gebaut; denn man meinte damals, $3000 würden genügen. Inzwiſchen hat die Erfahrung gelehrt, daß mit einem kleinen Dormitory nicht geholfen wäre. Wir haben ein größeres Gebäude nötig, und zwar beſonders auch deshalb, weil die Erfahrung gezeigt hat, daß wir viele Lehrerinnen ausbilden müſſen. Die Lehrernot iſt groß geworden. Wir haben in unſerer Negermiſſion nur noch zwei weiße Lehrer (Rennegarbe und D. Meibohm; letzterer ſteht im 75. Lebensjahr). Alle Berufe ſind vergeblich geweſen. Unſere farbigen Knaben werden angehalten, ſich auf das heilige Predigtamt vorzubereiten, und zwar aus guten Gründen. Während nun Lehrermangel herrſcht, hat ſich unſer Miſſionswerk aus⸗ gedehnt. Vor vier Jahren hatten wir 12 Lehrerinnen, jetzt ſind es ihrer 33. Darunter iſt aber zum Teil ſehr ſchwaches Material. Wir konnten uns einfach nicht helfen und mußten eben nehmen, was zu be⸗ kommen war. Die Schule iſt unſer beſtes Miſſions⸗ mittel. Bekommen wir kein Dormitory, wo zukünftige Lehrerinnen wohnen können, ſo wird das ein ſchwerer Schlag für unſere ganze Miſ⸗ ſionsarbeit ſein. So hat denn Ihre Miſſionskommiſſion beſchloſſen, zwei der Greensboroer Profeſſoren (Kunzmann und Schwehn) dieſen Sommer auszuſchicken, um Gaben für ein Dormitory in Greensboro zu ſammeln. Endowment Fund. Die bedeutenden Ausgaben für unſer höheres Schulweſen ſollten nicht mehr aus der Miſſionskaſſe beſtritten werden. Die Erfahrung lehrt, daß dies nicht mehr geht. Die Kommiſſion empfiehlt, daß ein ſogenannter Endowment Fund gegründet werde. Wenn andere be⸗ mittelte Leute in andern Kreiſen in ihrem Teſtament oder ſchon bei Leb⸗ zeiten große Summen für Erziehungszwecke ſchenken, warum ſollte das nicht auch in unſern Kreiſen möglich ſein? Die Ehrw. Synodalkonferenz wolle dieſe wichtige Sache betreffs Beſchaffung der nötigen Mittel für ihre Negercolleges ernſtlich in Erwägung ziehen und ihrer Kommiſſion die nötige Inſtruktion erteilen. Vielleicht wäre es möglich, den Millio⸗ nendollar⸗Fonds in einen Endowment Fund zu verwandeln. Unſere beiden Miſſionsblätter. Die „Miſſionstaube“ und der Lutheran Pioneer haben der Neger⸗ miſſion inſonderheit große Dienſte geleiſtet. Sie ſollten daher auf alle mögliche Weiſe gefördert werden. Die Leſer und unſere Paſtoren und