# Synodical Conference Convention Proceedings_St. Louis Missouri_1920_S26 # AI-corrected against the scan — CHI Digital Archive (demonstration) 26 Verhandlungen der ſiebenundzwanzigſten Verſammlung Negerkinder, aber keine Kirche. So iſt denn ſelbſtverſtändlich die Arbeit in Fayetteville völlig eingeſtellt worden. Wilmington. Hier hat unſer früherer Miſſionar O. Richert mehrere Jahre ſchwer gearbeitet in Kirche und Schule. Ein Häuflein von 16 getauften Gliedern wurde gewonnen. Ein großes Hindernis war Mangel an paſſenden Räumlichkeiten. Kirche und Schule mußten all die Jahre in einem alten leerſtehenden Laden gehalten werden. Dazu kam dann noch in der Kriegszeit, daß Miſſionar Richert weg⸗ berufen wurde. Nachdem ſein Nachfolger wenige Wochen da geweſen war, konnte er nicht einmal das alte Lokal, das gemietet worden war, auf längere Zeit behalten. In Wilmington herrſcht großer Häuſer⸗ mangel; Miſſionar Laſh konnte kein anderes Lokal finden. Nun mußten die Gottesdienſte in einem Privathauſe gehalten werden. Die Miſſions⸗ ſchule mußte eingehen. Die in unſern beiden Miſſionsblättern wieder⸗ holt veröffentlichte Bitte um milde Gaben für einen Bau hat zur Folge gehabt, daß etwa $900 eingegangen ſind. Da nun ein Bauplatz in einem paſſenden Stadtteil gut auf mehr als $3000 würde zu ſtehen kommen, hat die Kommiſſion mit ſchwerem Herzen beſchloſſen, die Arbeit in Wilmington einzuſtellen und den wenigen zu raten, an Orte zu ziehen, wo wir Gemeinden haben. Conover. Die kleine Gemeinde iſt faſt ganz ausgeſtorben. Nur zwei alte Glieder ſind noch am Leben. P. Dähnke bedient ſie hin und wieder. Das Kircheneigentum iſt letzten Herbſt für $425 verkauft worden. Wir dürfen es aber noch für gottesdienſtliche Zwecke frei benutzen. Monroe. Hier beſitzen wir eine nette Kapelle. Aber ſeit 1910 konnte in Monroe kein eigener Miſſionar ſtationiert werden. Der Weg⸗ zug war ſtark. Letzten Winter nun hatte es den Anſchein, als ob wir Monroe verlaſſen müßten. Doch dann beſſerten ſich die Ausſichten wieder ein wenig; und ſo iſt das Eigentum nicht verkauft worden. Southern Pines. Hier gibt es nur etwa 300 Neger und für dieſe 4 Kirchen! Auf Wachstum iſt nicht zu hoffen. Das Gemeindlein von 52 getauften Gliedern wird von Greensboro aus bedient (etwa 100 Meilen). Albemarle. In dieſer Stadt wird ſeit 1911 in einem erbärm⸗ lichen Lokal Kirche und Schule gehalten. Die Zahl der getauften Glie⸗ der iſt in den vier Berichtsjahren von 1 auf 11 geſtiegen. Miſſionar Foard meint, daß Albemarle ein hoffnungsvoller Platz ſei. Er begehrt daher eine beſcheidene Kapelle. Die Bitte wird von Lehrer Dinkins kräftig unterſtützt. Winſton⸗Salem iſt jetzt die größte Stadt im Staate North Carolina. Es wohnen viele Neger dort. Seitdem die Miſſionsarbeit daſelbſt im Jahre 1913 wieder aufgenommen wurde, werden die Gottes⸗ dienſte in einem Privathauſe gehalten. Eine Nähmaſchine dient als Kanzel, ein Bett und ein Koffer, die im Zimmer ſtehen, als Sitzplätze.