# Synodical Conference Convention Proceedings_St. Louis Missouri_1920_S25 # AI-corrected against the scan — CHI Digital Archive (demonstration) der Ev.⸗Luth. Synodalkonferenz von Nordamerika. 1920. 25 eröffnet und bisher bedient hat, konnte bereits 7 Seelen taufen und 6 konfirmieren. Andere nehmen eine zuwartende Stellung ein. In der Großſtadt New Orleans befinden ſich 6 lutheriſche Negergemeinden ſo⸗ wie unſer Luther⸗College. St. Paul (P. Miles S. Gebauer) iſt die größte dieſer 6 Gemeinden, ja, die größte in unſerer ganzen Miſſion. Sie zählt gegenwärtig genau 333 getaufte Glieder. Dieſe Zahl wäre noch größer, wenn nicht eine Tochtergemeinde abgezweigt worden wäre. Zudem hat die Gemeinde mehrere und längere Vakanzen erleiden müſſen. Auf dem ganzen Gebiet in Louiſiana iſt die Zahl der Abendmahlsglieder von 466 auf 605 und die Zahl der getauften Glieder von 915 auf 1074 geſtiegen. In der Umgegend von Plaquemine hat ſich uns ein ver⸗ ſprechendes Feld eröffnet. Wir ſind hier im Schwarzen Gürtel Loui⸗ ſianas. Von den benachbarten Orten White Chapel und Goula ſind Bittgeſuche an uns gelangt. In der Staatshauptſtadt Baton Rouge wurde uns eine höhere Schule unentgeltlich angeboten. Wir hätten das Geſchenk gern angenommen; doch machte es Mangel an Lehrkräften in⸗ ſonderheit unmöglich. — Auf dem Louiſianagebiet haben wir einen lang⸗ jährigen, treuen, erfolgreichen Arbeiter durch den Tod verloren — Lehrer Eugen R. Vix. Er trat am 7. Dezember 1881 als Lehramts⸗ kandidat in den Dienſt unſerer Negermiſſion, nämlich als Lehrer an unſerer Mount Zion⸗Station in New Orleans, und wirkte mit großem Geſchick und Segen in dieſer Schule bis an ſein ſeliges Ende. Er ſtarb am 11. Juli 1918 nach 37jähriger Lehrtätigkeit. Sein Gedächtnis bleibe im Segen! Seine Stelle hat noch nicht wieder beſetzt werden können. Alle Berufe waren vergeblich. Das Carolinagebiet. Dies iſt unſer zweitälteſtes, und zwar größtes Miſſionsfeld. Die Arbeit wurde im Jahre 1891 begonnen. 22 Gemeinden haben wir hier. In Greensboro befindet ſich das Immanuel⸗College. In dem Zeitraum von vier Jahren iſt die Arbeit an folgenden drei Orten eingeſtellt worden: Kernersville, Reimerstown und Fayetteville. Kernersville, das wurde der Kommiſſion ſchon nach einer kurzen Probezeit klar, war kein Feld für uns. Es gab dort faſt keine kirchloſen Neger. Von dem Landort Reimerstown war der Wegzug ſo ſtark, daß nur ein Häuflein übrigblieb, und den wenigen wurde geraten, ſich in Mount Pleaſant und Gold Hill anzuſchließen. Die alte Kapelle wurde der neugegründeten Gemeinde in Shankletown geſchenkt. Dieſe hat das Baumaterial abgetragen, die 11 Meilen nach Shankletown gebracht und dort wieder eine Immanuelskapelle errichtet. Fayette⸗ ville war kein Feld für uns. Kirche und Schule, die uns zwar un⸗ entgeltlich zum Gebrauch überlaſſen wurden, ſtehen außerhalb der Stadt. Letzten September riet man der Kommiſſion, in der Stadt die Miſ⸗ ſionsarbeit anzufangen. Eine Unterſuchung ergab jedoch, daß man hier allerdings eine Schule haben möchte, und zwar eine Hochſchule für