# Synodical Conference Convention Proceedings_St. Louis Missouri_1916_S112 # AI-corrected against the scan — CHI Digital Archive (demonstration) 112 Verhandlungen der ſechsundzwanzigſten Verſammlung 2. Folgende zwei Berichte wurden auf Beſchluß angenommen, obwohl ſie nur von einem Komiteeglied unterzeichnet waren: Minneſotaſynode, 1910: „Die Wichtigkeit der Lehre von der göttlichen Eingebung der Heiligen Schrift in bezug auf die Schrift ſelbſt.“ Karl J. Heuer. Minneſota⸗Diſtrikt (Miſſouriſynode), 1915: „Die Lehre von der Vergebung der Sünden.“ E. E. Kowalke. 3. Folgender Bericht wurde verleſen und zum Druck überwieſen: „An die Ehrw. Synodalkonferenz von Nordamerika. „Das unterzeichnete Komitee hat im Auftrag des Ehrw. Präſidiums den Bericht des Südlichen Diſtrikts der Miſſouriſynode vom Jahre 1915 gewiſſenhaft geprüft. Gegenſtand der Lehrverhandlungen waren: ‚Kain und Abel‘ (1 Moſ. 4) und ‘Religious Indifference’. Von dem letzteren bezeugt das Komitee, daß es darin nichts gefunden hat, was dem Worte Gottes und dem Bekenntnis der evangeliſch⸗lutheriſchen Kirche zuwider wäre. „In bezug auf das Referat ‚Kain und Abel‘ erlaubt ſich das Komitee, darauf aufmerkſam zu machen, daß darin eine bedenkliche Art und Weiſe der Schriftauslegung befolgt wird. Der Referent zieht aus mancherlei Mutmaßungen und falſchen Prämiſſen Schlüſſe, aus denen ſich ihm beſtimmte geſchichtliche Tatſachen und beſtimmte Lehren der Heiligen Schrift ergeben, während die Schrift die Ergebniſſe ſolcher Schlüſſe in keiner Weiſe beſtätigt; z. B. S. 13, wo aus dem Wohl⸗ gefallen Gottes an Abels und der Erzväter Opfer der Schluß gezogen wird: ‚Daraus müſſen wir ſchließen, daß Gott ſchon Adam und Eva das Opfern geboten hat. So haben auch Kain und Abel für ihr Opfern Gottes Befehl gehabt, den ihnen Adam, ihr Vater, überliefert hat.‘ S. 20 wird beſtimmt auf Kains beharrliche Unbußfertigkeit, Ver⸗ zweiflung und Verdammnis geſchloſſen, während Gottes Wort darüber ſchweigt. Das Komitee hält dieſe Weiſe der Schriftauslegung für be⸗ denklich und gefährlich, da man dabei den Boden der klaren Schrift ver⸗ laſſen muß. Aus Wahrſcheinlichkeitsprämiſſen laſſen ſich höchſtens Wahrſcheinlichkeitsſchlüſſe gewinnen, aber weder geſchichtliche Tatſachen noch beſtimmte Schriftwahrheiten. „Daß S. 20, unten, von Kains Brudermord geſagt wird, er habe Adam und Eva zur Stärkung ihres Glaubens gedient, iſt unglücklich geredet. „A. H. Kuntz. „Johannes Plocher.“ „St. Paul, Minn., 4. Auguſt 1916. 4. Ein Prüfungsbericht über den Synodalbericht der Wisconſin⸗ ſynode vom Jahre 1914 war an die „Deutſche Evangeliſch⸗Lutheriſche Synode von Wisconſin u. a. St.“ gerichtet. Der Sekretär wurde an⸗ gewieſen, ihn dieſer Körperſchaft zuzuſtellen.