# Lehre und Wehre_St. Louis Missouri_December 1858_S378 # AI-corrected against the scan — CHI Digital Archive (demonstration) 378 Literatur. gar mitten im Worte inne hält und die übrige Hälfte des Worts hernach ausspricht, wenn man Odem geschöpft, da man sich doch billig nach den Interpunctionszeichen in der Predigt richten sollte. 10. Impuritas pronuntiationis, wenn man keine reine Aussprache hat, sondern einige Consonanten oder Vocale anders ausspricht, als man an dem Orte gewohnt ist, wo man predigt. Z. B. wenn man in unserer Gegend wollte sagen Christusch für Christus, ischt für ist, Geischst für Geist, so würde das eine ungewöhnliche Pronuntiation sein. So sprechen einige das O aus wie ein Au, als: der Saun Gottes, für Sohn Gottes; andere das A und U wie ein O, als: Ondere für Andere, Obend für Abend, Hallelujo für Halleluja, ond für und; ferner Laeben für Leben, Haerz für Herz, Haerr für Herr, Mouses für Moses, Jeisus für Jesus. Andere machen allerlei Anhängsel an die Worte, die nicht daran gehören, als: nehmlichen für nehmlich, ofte für oft, ewiglichen für ewiglich. Andere dehnen die Sylben zu lang, die doch kurz müssen ausgesprochen werden, als: dahs für das, zusahmen für zusammen, Gehiern für Gehirn, Kiend für Kind. Item, wenn man durch die Nase redet. Andere brauchen gar an heiliger Stätte eine plebeje Aussprache und ziehen die Worte zusammen und verstümmeln sie, wie es der gemeinste Pöbel zu thun pflegt; z. B.: Durchs Gebet können mer alles kriegen, was mer han wollen. So pflegen keine Leute zu sprechen, die auf Reinheit des Styls sich gelegt und studirt haben. Es hat mancher dergleichen Dinge an sich, und weiß es nicht; er hat sie an sich entweder aus seiner Heimath, oder aus dem Umgang mit Leuten, die eine verderbte Aussprache haben, daher er denn wohl Ursache hat, Achtung zu geben, daß er dergleichen Dinge nicht auf die Canzel bringe; denn dies sind Fehler, die zu vermeiden und zu verbessern sind. Die natürlichen Fehler der Stimme aber lassen sich zuweilen durch Uebung heben, sowie durch Arzneimittel.“ (Eingesandt.) Literatur. Addresses delivered at the inauguration of William M. Reynolds, D. D., as President of the Illinois State University, at Springfield, Tuesday, July 29., 1858. Bei Gelegenheit seiner Einführung in das Amt eines Präsidenten der University zu Springfield, Ill., hat Herr Dr. Reynolds eine in vorgenannter Broschüre abgedruckte Rede gehalten, in welcher er sich deutlich und ausführlich über seine Richtung ausspricht, und die von besonderem Interesse für uns ist, weil sie uns über den Geist Aufschluß gibt, der in den Gelehrtenschulen dieses Landes und besonders der Generalsynode herrscht. Wenn er die Ober⸗