# Synodical Conference Convention Proceedings_St. Louis Missouri_1916_S87 # AI-corrected against the scan — CHI Digital Archive (demonstration) der Ev.⸗Luth. Synodalkonferenz von Nordamerika. 1916. 87 eigenen Paſtor und keine Kapelle!“ Einige wenige haben ſich ver⸗ locken laſſen; andere ſind durch den Tod abgerufen worden; und doch haben wir nach 21 Jahren immer noch 15 Seelen, die lutheriſch ſein und bleiben wollen. Unter den Verſtorbenen ſind ſonderlich Ellen Bransford und Leaborn Jones zu nennen. Erſtere ſtarb am 21. November 1914 und hinterließ teſtamentariſch ihr ganzes Ver⸗ mögen im Wert von etwa $6000 unſerer Negermiſſion. Leaborn Jones, eine der vier Gründer der Gemeinde, folgte ihr etwa drei Monate ſpäter. Auch ſie hat ihr ganzes Vermögen, etwa $1600, der lutheriſchen Kirche vermacht, nämlich die eine Hälfte der weißen Gemeinde in Little Rock und die andere Hälfte der Negermiſſion daſelbſt. — Das bringt uns zu einem neuen Abſchnitt. 4. Kirchliche Beiträge unſerer Negerchriſten. Unſere Negergemeinden haben im Jahre 1915 die Summe von $5528 zur Erhaltung des Werkes des HErrn unter ſich aufgebracht. Davon waren allerdings etwa $1600 Schulgeld, das meiſtens von fremden Kindern kommt. Der durchſchnittliche Beitrag betrug alſo für jedes konfirmierte Glied ungefähr $3.37. Manche geben natürlich be⸗ deutend mehr. Ein Miſſionar ſchreibt: „Ein Mann in unſerer Ge⸗ meinde, der aus der Hand in den Mund lebt, hat letztes Jahr $52 bei⸗ getragen; ein anderer junger Mann, der auch weiter nichts ſein eigen nennt als ſeinen geſunden, ſtarken Leib, gab $31, ein anderer Mann nebſt ſeiner Frau $41, eine Witwe $23, eine alte Großmutter, die Enkel und Urenkel mit verſorgen muß, $16.80.“ Einige Gemeinden haben in den letzten Jahren ihre monatlichen Beiträge an die Miſſionskaſſe verdoppelt oder mehr als verdoppelt. Das iſt erfreulich. Aber im allgemeinen dürfte und ſollte es noch beſſer ſtehen. Das iſt den Gemeinden auch bei der Viſitation im Mai je nach Umſtänden geſagt worden. Wir haben ihnen des längeren gezeigt, daß und warum ſie mehr tun ſollten für die Erhaltung und Ausbreitung des Reiches Chriſti. Sie haben denn auch Beſſerung verſprochen. Es muß nun darauf geſehen werden, daß ſie dem gegebenen Verſprechen auch ordentlich nachkommen. 5. Unſere Miſſionsſchulen. Die chriſtliche Wochenſchule war und iſt eins unſerer Hauptmiſſions⸗ mittel. Im Jahre 1915/16 wurde an 31 Orten Schule gehalten von 14 männlichen Lehrern, 17 ſchulehaltenden Paſtoren, 12 Lehrerinnen und 1 Studenten. Die Zahl der Schüler belief ſich Ende Dezember 1915 auf 2262. In Salisbury, N. C., konnte am 13. September 1914 unſere neue, zweiſtöckige Schule eingeweiht werden. Die Koſten des Baues beliefen ſich auf $826; davon hat die Gemeinde $226 aufgebracht. An 10 Orten