# Synodical Conference Convention Proceedings_St. Louis Missouri_1916_S85 # AI-corrected against the scan — CHI Digital Archive (demonstration) der Ev.⸗Luth. Synodalkonferenz von Nordamerika. 1916. 85 zahl von 127 auf 231 geſtiegen. Unſere volkreichſte Gemeinde iſt St. Paul in New Orleans; ſie zählt zurzeit 330 Seelen und 170 Abend⸗ mahlsglieder. Unſere farbigen Gemeindeglieder halten ſich im allgemeinen fleißig zu Wort und Sakrament, wohl fleißiger als unſere weißen Gemeinde⸗ glieder im Süden. Ein Paſtor, der eine Reihe von Jahren weiße Ge⸗ meinden im Süden bedient hat, ſagte vor einiger Zeit zu dem Unter⸗ zeichneten, unſere farbigen Gemeinden ſeien im Vergleich mit den weißen im Süden in gar mancher Hinſicht Gold, beſonders auch hin⸗ ſichtlich des Kirchenbeſuchs und Abendmahlsgangs. Im Monat Mai war in dem Viſitationsgottesdienſt zu Spartanburg eine arme Witwe mit ihren vier kleinen Kindern, die lieber ihre Stelle verlor, als daß ſie den Gottesdienſt verſäumt hätte. Trotz ihrer Armut hat ſie dann ſpäter verſchiedene ihr angebotene Stellen nicht angenommen, weil es immer hieß, ſie dürfe nicht jeden Sonntag zur Kirche gehen. Dieſe arme Witwe iſt fröhlich in ihrem Glauben und Gottvertrauen. Das Betragen unſerer Negerchriſten im Gottesdienſt iſt lobenswert; es herrſcht Ruhe und An⸗ ſtand. und während der Predigt hört man andächtig zu. Jung und alt, auch ſolche, die des Leſens unkundig ſind, beteiligen ſich am Gemeinde⸗ geſang. Ihre ſchulpflichtigen Kinder ſchicken faſt alle ohne Ausnahme von klein auf in die chriſtliche Wochenſchule und beſchämen damit manche weiße Gemeindeglieder. Daß ſie uns von Herzen dankbar ſind für das reine Wort Gottes, das unſere Miſſionare ihnen und ihren Kindern bringen, zeigen folgende Ausſprachen aus vielen, die wir auf der ge⸗ nannten Reiſe gehört haben: „Der Miſſionar hat uns das Licht ge⸗ bracht, als wir in Finſternis ſaßen. Wir können es gar nicht ſagen, wie wir das Evangelium ſchätzen.“ „Ich bin der lutheriſchen Kirche und der Miſſionskommiſſion dankbar für alles, was ſie für mich und mein unwiſſendes Volk getan haben.“ „Ich bin ſehr zufrieden mit der luthe⸗ riſchen Kirche und ihrer Lehre und ſehr dankbar.“ „Wir ſchätzen die Tatſache, daß uns und unſern Kindern das Wort Gottes geſagt wird. Gott ſegne die guten Lutheraner im Norden dafür!“ „Ich gehöre ſeit acht Jahren zu dieſer Gemeinde und bin dankbar für unſere Kirche und Schule.“ „Ich muß der lutheriſchen Kirche danken für alles, was ſie für uns getan hat, und wünſche der Kommiſſion Gottes Segen.“ Jene arme Witwe ſagte unter Freudentränen: „I can never thank God sufficiently for what He has done for me and my four little children through our pastor in the way of enlightening our hearts and minds. I have learned more in a month here than I learned in years else- where. God has given us the light and opened the way; and if my children will follow this light, they can never go wrong.” Ein Miſ⸗ ſionar ſchreibt: „Man findet in B. Anerkennung für die Arbeit, die von der lutheriſchen Kirche in ihrer Mitte getan wird. Und das muntert immer wieder auf, wenn der Mut ſinken will. Wie oft ſagt mir da ein altes Mütterlein oder ſonſt ein Glied: ‚Herr Paſtor, wir können es den