# Synodical Conference Convention Proceedings_St. Louis Missouri_1916_S61 # AI-corrected against the scan — CHI Digital Archive (demonstration) der Ev.⸗Luth. Synodalkonferenz von Nordamerika. 1916. 61 gefährlichen Irrtümer des Papſtes aufdecken und auch dafür Sorge tragen, daß dieſes Licht des Evangeliums auch unſern Kindern, unſerer Jugend leuchte, dann wird in dieſem Kampf der Sieg unſer ſein. Das kann nicht fehlen, wir haben dafür die Verheißung unſers treuen Gottes, der feſt ſteht zu ſeinen Verheißungen, deſſen Gnade nicht weicht, deſſen Verheißungen nicht hinfallen, auch wenn einſt die Berge weichen und die Hügel hinfallen, wenn die Elemente ſelbſt vor Hitze zerſchmelzen, und die Erde und die Werke, die drinnen ſind, verbrennen im Feuer des letzten Gerichts. Wir werden den Sieg behalten, das heißt nicht, daß wir das Papſttum vernichten, völlig zerſtören werden. Es wird nach der Weis⸗ ſagung Gottes bleiben bis an das Ende der Tage. Solange dieſe Erde ſteht, wird auch das Papſttum ſich halten und die Völker der Erde zu verführen trachten mit ſeinen lügenhaftigen Zeichen und Wundern. Wenn es auch zuweilen in ſeiner Macht und in ſeinem Einfluß geſchwächt erſcheint, es wird immer wieder aufkommen. Das Papſttum wird eine ſtete Gefahr bilden für Chriſti Kirche. Sie ſoll ſtets gegen dieſe Gefahr gerüſtet ſein und auch in dieſer Hinſicht ihre Treue gegen ihren HErrn und König beweiſen. Das heißt es aber: Wir werden vor der Macht ſeiner Verführung bewahrt bleiben, wir werden manchen die Augen öffnen, daß ſie die Gefahr erkennen, wir werden manche, die in ſeinem Reich ſind, aus ihm befreien, daß ſie ihren Heiland finden und den Papſt erkennen als den, der er iſt, als den rechten großen Antichriſten, der Chriſti Reich zerſtören will. Wir werden unſer Teil dazu beitragen, daß auch unſer ganzes Land vor ſeinen Anmaßungen, vor ſeiner Herr⸗ ſchaft, bewahrt bleibe. Das alles iſt wahrlich ein köſtlicher Gewinn, des ſchwerſten, ernſteſten Kampfes wahrlich wert. Und einſt wird auch die Zeit kommen, da der Papſt und ſein Anhang völlig daniedergelegt wird. Der HErr ſelbſt „wird ſein ein Ende machen durch die Erſcheinung ſeiner Zu⸗ kunft“. Der Jüngſte Tag kommt, wenn wir auch nicht wiſſen, wann er eintreten wird. Und an dieſem Tage wird der HErr ſelbſt, unſer großer Gnadenkönig JEſus Chriſtus, in ſeiner Macht und Herrlichkeit erſcheinen. Dann werden alle Feinde völlig zum Schemel ſeiner Füße gelegt werden. Wie der HErr dann dem Teufel und ſeinen Anfechtungen und Verführungen ein Ende macht, ſo auch deſſen Kreatur, dem Papſt⸗ tum. Dann iſt's aus mit der angeblichen Statthalterſchaft Chriſti, mit der angemaßten Herrſchaft über die ganze Herde Chriſti, ja über die ganze Welt. Und mit ihm vergeht ſein Reich und alle, die ihm an⸗ hingen. „Wir aber ſollen Gott danken“, ſo fährt der Apoſtel fort, nachdem er vom Antichriſten geweisſagt und ſeinen völligen Untergang zuvorgeſagt hat, „allezeit um euch, geliebte Brüder von dem HErrn, daß euch Gott erwählt hat von Anfang zur Seligkeit in der Heiligung des Geiſtes und im Glauben der Wahrheit, darein er euch berufen hat durch unſer Evangelium zum herrlichen Eigentum unſers HErrn JEſu Chriſti. So ſteht nun, liebe Brüder, und haltet an den Satzungen, die