# Synodical Conference Convention Proceedings_St. Louis Missouri_1916_S60 # AI-corrected against the scan — CHI Digital Archive (demonstration) 60 Verhandlungen der ſechsundzwanzigſten Verſammlung Pflege unſerer konfirmierten Jugend wachſamer und eifriger und reger geworden ſind. Gar manche Gemeinden bringen da große Opfer, ſcheuen keine Mühe und Arbeit, an den jungen Leuten zu arbeiten, daß ſie dem Wort und unſerer Kirche erhalten bleiben. Und das iſt löblich und recht. Darin wollen wir fortfahren und nicht nur fortfahren, ſondern noch immer eifriger werden. Auch auf dieſem Gebiet iſt noch Raum zur Beſſerung. Es gibt ohne Zweifel noch manche Gemeinden und Paſtoren, die hier noch nicht tun, was ſie tun ſollten. Pflegen wir immer beſſer und einſichtsvoller unſere Jugend und machen wir ſie auch beſonders auf die Gefahren aufmerkſam, die ihnen von ſeiten Roms drohen! Wie ſteht es aber unter uns in bezug auf unſere Gemeinde⸗ ſchulen? Wir dürfen ſagen mit Dank gegen Gott, von dem auch dieſe gute Gabe kommt, daß noch an vielen Orten, in vielen Gemeinden ſich ein reges Intereſſe für die chriſtliche Schule zeigt. Man ſcheut vor den großen Koſten nicht zurück, man iſt bereit, auch ſonſt manche Opfer für ſie zu bringen. Ja, an manchen Orten iſt das Intereſſe, der Eifer für die chriſtliche Wochenſchule neu erwacht. Aber wir dürfen es uns auf der andern Seite nicht verhehlen, daß auch dafür die Anzeichen ſich mehren, daß an gar manchen Orten der Eifer erlahmt, daß man die Gemeindeſchule als eine läſtige und unnütze Bürde empfindet, daß man in manchen Fällen der chriſtlichen Schule feindlich gegenüberſteht und auf ihre Abſchaffung hinarbeitet. Das iſt überaus traurig auch gerade für unſern Kampf gegen Rom. Bedenken wir, welch ein wichtiges Kampfmittel wir damit aus den Händen geben, die gründliche Beein⸗ fluſſung unſerer Jugend, einen großen Teil ihrer chriſtlichen Erziehung. Bedenken wir, wie eifrig die römiſche Kirche auf dem Gebiet des Schul⸗ weſens iſt, welch einen weitgehenden, tiefgehenden Einfluß ſie dadurch auf das ganze Volk ausübt, daß ſie jahrelang etwa anderthalb Millionen Kinder und Jünglinge und Jungfrauen, und zwar nicht nur ſolche, die ihrer Kirche angehören, ſondern auch fremde, in ihren Irrlehren unter⸗ richtet, ſie zu hoher Ehrfurcht gegen den Papſt und ſeine Prieſter erzieht! Laſſen wir uns dieſes Kampfmittel nicht nehmen! Das Jubeljahr der Reformation ſollte in uns allen einen neuen Eifer, ein neues Intereſſe erwecken für unſer ganzes Schulweſen, für das niedere und höhere, ſo daß das reine Evangelium auch bei unſern Nachkommen bleibe, und auch ſie ſich hüten lernen vor dieſem böſen und gefährlichen Feind, dem Papſttum zu Rom, vom Teufel geſtiftet. So haben wir uns denn unſern wichtigen Kampf gegen Rom wieder vor die Augen geführt. Wenn wir recht kämpfen, wenn wir das gute, längſt bewährte Schwert des Evangeliums behalten und es recht und treu und fleißig gegen den Papſt gebrauchen, das Evangelium zunächſt auf uns ſelbſt anwenden, es im Gebet fleißig üben, wenn wir es ver⸗ kündigen und ausbreiten, bis ſein helles Licht leuchtet von einem Ende unſers Landes zum andern, wenn wir mit dieſem Licht die ſeelen⸗