# Synodical Conference Convention Proceedings_St. Louis Missouri_1916_S59 # AI-corrected against the scan — CHI Digital Archive (demonstration) der Ev.⸗Luth. Synodalkonferenz von Nordamerika. 1916. 59 auf die geiſtlichen Greuel, auf ſeine Verdammung und Verfluchung des Evangeliums und aller derer, die es bekennen und damit von ihrem Heiland als dem einzigen Retter der Welt zeugen. Und auf eins möchte ich noch hinweiſen — last, but by all means not least — nämlich auf unſere Schulen und auf die rechte Beeinfluſſung unſerer heranwachſenden kon⸗ firmierten Jugend. Unſere Schulen ſind in unſerm Kampf gegen Rom von eminenter Bedeutung und Wichtigkeit. Es iſt von nicht auszuſagender Wichtigkeit, daß wir unſere Kinder von Jugend auf feſt gründen in dem Wort der Wahrheit, in den Lehren der Heiligen Schrift. im Evangelium, daß in ihrer ganzen Erziehung das Wort Gottes, das Evangelium, die Herrſchaft habe, daß ſie gleichſam mit der Muttermilch auch die vernünftige, lautere Milch des Evangeliums einſaugen. Und zu einer ſolchen Erziehung gehören chriſtliche Schulen, nicht etwa die Sonntagsſchule neben der religionsloſen Volksſchule, ſondern die chriſtliche Wochenſchule, welche die ganze Schulerziehung des Kindes in der Hand hat und ſie mittelſt des Wortes Gottes ausrichtet. Wir können ja hier nicht des weiteren auf die Wichtigkeit unſerer Schulen eingehen, es iſt auch wohl nicht nötig, da wir alle davon feſt überzeugt ſind. Nur daran wollen wir bei dieſer Gelegenheit denken und darauf hinweiſen, welch ein wichtiger Faktor dieſe unſere Schulen in unſerm Kampf gegen Rom ſind, ohne Zweifel eins der wichtigſten Kampfmittel, die wir haben, weit wichtiger als die öffentliche Agitation gegen den Papſt. Nicht die öffentliche Schule, in der ja keine Religion gelehrt werden darf und kann, iſt das Bollwerk gegen Rom, wie man in gewiſſen Kreiſen jetzt ſo gern hervorhebt, aber unſere chriſtliche Ge⸗ meindeſchule iſt es. — Es iſt von eminenter Wichtigkeit auch für dieſen Kampf, daß wir auch nach der Konfirmation unſere Jugend im Auge behalten, daß wir nicht in den Fehler fallen, zu meinen, dieſe jungen Leute, welche die Gemeindeſchule und den Konfirmandenunterricht ge⸗ noſſen haben, ſeien nun geiſtlich mündig und brauchten keiner beſonderen geiſtlichen Pflege mehr. Wir wollen ſie in unſerer beſonderen Pflege behalten, ſie inſonderheit noch mit dem Worte Gottes, mit dem Evan⸗ gelium, beeinfluſſen, „bis daß wir alle hinankommen zu einerlei Glauben und Erkenntnis des Sohnes Gottes und ein vollkommener Mann werden, der da ſei in der Maße des vollkommenen Alters Chriſti, auf daß wir nicht mehr Kinder ſeien und uns wägen und wiegen laſſen von allerlei Wind der Lehre durch Schalkheit der Menſchen und Täuſcherei, damit ſie uns erſchleichen zu verführen“. (Eph. 4, 13. 14.) Laſſen wir darum auch die höhere Schulbildung unſerer Jugend nicht außer acht! Sie iſt wohl von derſelben Wichtigkeit wie die Schul⸗ erziehung vor der Konfirmation. — Wie ſteht es nun unter uns in Hin⸗ ſicht auf die Pflege unſerer konfirmierten Jugend und unſerer Schulen? Es will mir ſcheinen, daß wir in bezug auf das erſte Stück weſentliche Fortſchritte zu verzeichnen haben. Es will mir ſcheinen, daß wir in der