# Synodical Conference Convention Proceedings_St. Louis Missouri_1916_S58 # AI-corrected against the scan — CHI Digital Archive (demonstration) 58 Verhandlungen der ſechsundzwanzigſten Verſammlung aller Kreatur!“ Und auch dadurch kämpfen wir gegen Rom, daß wir dieſem Befehl unſers Heilandes nachkommen. Je eifriger wir in dem Werk der Miſſion ſind, beſonders auch in dem Werk der ſogenannten Inneren Miſſion, um ſo mehr ſchaden wir Rom. Wir müſſen es uns immer mehr zur Aufgabe machen, unſer weites, von Gott ſo reich⸗ geſegnetes Land mit dem Schall des reinen Evangeliums zu erfüllen, daß es ertöne von Nord nach Süd, von Oſt nach Weſt, daß immer mehr Leute es hören und wieder hören. Wenn wir unſere Reiſeprediger und Miſſionare ausſenden mit der Predigt des Evangeliums in ſolche Länder und Orte, wo ſie noch nicht erſchallt, oder nur vermiſcht mit verderblicher Menſchenlehre, wenn wir mit unſern Gütern mithelfen, daß dieſe Reiſe⸗ prediger ausgeſandt und erhalten werden können, wenn wir mithelfen, daß arme Gemeinden unterſtützt werden beim Bau von Kirchen und Schulen, als Stätten für die Predigt des Evangeliums, ſo führen wir damit den Kampf gegen Rom, und zwar einen wichtigen, erfolgreichen Kampf. Eine jede Seele, die durch Gottes Gnade für das Evangelium gewonnen wird, iſt damit für den Papſt und ſein Reich verloren. Dazu muß dann aber noch dieſes kommen, „daß wir“, wie Luther rät, „getroſt fortfahren, wie angefangen iſt, des Papſtes und der Papiſten Büberei und Trügerei unter die Leute treiben mit Reden und Schreiben, bis daß er, in aller Welt bloß aufgedeckt, erkannt und zu⸗ ſchanden werde“. Beſonders auch unſere lutheriſche Kirche, die den Greuel des Papſttums am beſten erkennt, ſollte darin eifrig ſein, daß wir das Papſttum in ſeiner eigentlichen Geſtalt den Leuten zeigen, nicht nur unſern Chriſten etwa in Reformationspredigten in unſern Kirchen, ſondern auch unſern Volksgenoſſen, und wer uns hören will. Vor aller Welt ſoll des Papſtes greuliches Weſen aufgedeckt und zuſchanden werden. Wir ſollten in Flugſchriften und Artikeln, und wo ſich ſonſt Gelegen⸗ heit bietet, unſerm Volk den Papſt und ſeine Helfershelfer in ihrer eigent⸗ lichen Geſtalt vor die Augen führen und ihnen die Maske ihrer Lüge und Heuchelei abreißen. Und zwar ſollten wir die Greuel des Papſt⸗ tums in das Licht des Evangeliums ſtellen, das heißt, wir wollen auf ſie nicht nur hinweiſen als auf Schäden und Gefahren, welche die äußere Wohlfahrt, die ſittliche Geſundheit, die Freiheit unſers Volkes bedrohen, ſondern ſie aufweiſen, wie ſie die Seele der Menſchen in Gefahr ſetzen, als ſchändliche Gottesläſterung und Vernichtung des Evangeliums, wodurch allein die Menſchen aus ihrem Verderben errettet und ſelig werden können. Hier bietet ſich uns noch ein weites Feld der Tätigkeit. Wie fleißig arbeitet die römiſche Kirche, um vor dem großen Publikum ihre Kirche in das beſte Licht zu ſetzen und alle Angriffe abzuwehren! Wie arbeitet ſie daran, die proteſtantiſchen Kirchen in ihrem Anſehen zu untergraben! Von unſerer Seite wird hier noch verhältnismäßig wenig getan, wenn wir auch den Anfang gemacht haben. Wir, gerade wir, ſind dazu berufen und tüchtig gemacht, unſerm Volk die Augen über das Papſttum und ſeine Gefahren zu öffnen, beſonders in Hinſicht