# Synodical Conference Convention Proceedings_St. Louis Missouri_1916_S42 # AI-corrected against the scan — CHI Digital Archive (demonstration) 42 Verhandlungen der ſechsundzwanzigſten Verſammlung III. Wollen wir im Kampfe gegen das Papſttum zu Rom mit Gottes Hilfe den Sieg davontragen, ſo müſſen wir nicht nur kämpfen, ſon⸗ dern auch recht kämpfen, und zwar vor allen Dingen die rechte Waffe gegen dieſen Feind gebrauchen. Dieſe iſt Gottes Wort, das Evange⸗ lium von der freien Gnade Gottes in Chriſto JEſu. Dadurch allein werden die Gewiſſen von dem Joch und der Tyrannei des Papſtes freigemacht. Dieſe Waffe dürfen wir uns nicht entreißen laſſen. Dieſe Waffe müſſen wir treu und fleißig handhaben. „So jemand auch kämpft, wird er doch nicht gekrönt, er kämpfe denn recht“, ſo ſchreibt der Apoſtel Paulus am Schluß ſeines kampf⸗ reichen Lebens an ſeinen geiſtlichen Sohn Timotheus (2 Tim. 2, 5). Es iſt nicht genug, daß man kämpft, auch mit Ernſt und Eifer kämpft, ſondern man muß auch auf rechte Weiſe kämpfen, auf eine Weiſe, die dem gegebenen Kampf angemeſſen iſt, wenn man anders gekrönt werden, den Sieg erlangen will. Das gilt für jeden Kampf, das gilt auch für den Kampf, den wir nach Gottes Willen gegen den Papſt zu Rom führen müſſen. Viele, viele haben dieſen Kampf ſchon geführt, haben mit allem Ernſt in ihm gefochten, haben es ſich ſauer werden laſſen, haben keine Mühe und Arbeit, keine Koſten und Anſtrengungen geſcheut und ſind doch in dieſem Kampf unterlegen, weil ſie eben nicht recht gekämpft haben, weil ſie vornehmlich nicht die rechte Waffe gegen dieſen Feind hatten und anwandten. Wir haben ſchon gehört, welches die rechte Waffe iſt, nämlich Gottes Wort oder, noch genauer, das Evangelium von Chriſto, unſerm Heiland. Der Apoſtel ſagt in ſeiner Weisſagung von dem Menſchen der Sünde und dem Kind des Verderbens, dem Widerwärtigen, daß der HErr ihn umbringen werde durch den Geiſt ſeines Mundes (2 Theſſ. 2, 8). Wir haben es hier mit einem Feind zu tun, den nicht Menſchen, ſondern allein Gott der HErr, der Allmächtige, umbringen kann, des er endlich ein Ende machen wird durch die Erſcheinung ſeiner Zukunft. Menſchenkunſt, Menſchenweisheit, Menſchenmacht iſt hier ganz vergebens. Hinter dieſem Feind ſteht der Teufel, der das Papſttum geſtiftet und auf⸗ gerichtet hat, als das ſtärkſte, feſteſte Bollwerk ſeiner Macht, dadurch er die Menſchen von ihrem einigen Heil und Heiland abzuhalten und die Kirche Chriſti zu vernichten trachtet. Der Apoſtel ſchreibt von dieſem Boshaftigen: „welches Zukunft geſchieht nach der Wirkung des Satans mit allerlei lügenhaften Kräften, Zeichen und Wundern und mit allerlei Verführung zur Ungerechtigkeit unter denen, die verloren werden“ (2 Theſſ. 2, 9. 10). Das Papſttum iſt die gewaltigſte Organiſation, die der Teufel ins Leben gerufen, auf die er gleichſam alle ſeine Liſt und Kunſt angewendet hat, um Chriſti Reich zu zerſtören. Gerade auch dem Papſttum gegenüber haben wir nicht mit Fleiſch und Blut zu kämpfen, ſondern mit Fürſten und Gewaltigen, mit den Herren dieſer