# Synodical Conference Convention Proceedings_St. Louis Missouri_1916_S41 # AI-corrected against the scan — CHI Digital Archive (demonstration) der Ev.⸗Luth. Synodalkonferenz von Nordamerika. 1916. 41 Werken regieren. Und heißt wohl ein ‚wüſter Greuel‘, das iſt, der nur alles zerſtört und verwüſtet. Denn, wie geſagt, es kann nicht beiein⸗ ander bleiben Chriſtus und mein Werk; ſteht eins, ſo muß das andere untergehen und zerſtört werden. Darum hat der Papſt Chriſti Reich gar verwüſtet, ſoweit ſein Sprengel reicht, und die unter ihm ſind, haben alle Chriſtum verleugnet. . . . Es gehört aber ein Verſtand und ſcharf Geſicht dazu, daß man den Greuel recht erkenne. Iſt aber nicht baß zu ſehen, denn wenn man es gegen Chriſtum hält; der lehrt, wie oben geſagt, daß wir durch ſein Blut mit Gott verſöhnt und ſelig werden, der Papſt aber gibt ſolche Kraft unſern Werken. So ſiehſt du je, daß es widereinander iſt, durch Werke ſelig werden und nicht durch Werke und an Chriſtum als unſere Gerechtigkeit vor Gott glauben. Willſt du nun bei Chriſto bleiben, ſo mußt du den Papſt fliehen und fahren laſſen.“ (XI, 1877 f.) Dieſe Erkenntnis hat Gott unſerer Kirche durch das Evangelium gegeben und dadurch gerade ſie tüchtig gemacht und berufen, in den erſten Reihen gegen das Papſttum, gegen den Antichriſten, zu kämpfen. Wir erkennen, es handelt ſich bei dieſem Kampf nicht um zeitliche und irdiſche Güter, wenn ſie auch noch ſo wertvoll wären, ſondern es handelt ſich in dieſem Kampf um ewige Güter, um die Krone des Lebens, um Seligkeit oder Verdammnis, um Himmel oder Hölle. „Halte, was du haſt, daß niemand deine Krone nehme!“ ſo ruft der HErr uns zu. Der Papſt will uns unſere Krone rauben, die Krone des ewigen Lebens, und die iſt eines ernſten, unermüdlichen Kampfes doch wahrlich wert. Gott hat uns, gerade uns, vor vielen andern, die Erkenntnis gegeben, wie gefährlich dieſer Feind iſt; da will er aber auch, daß beſonders wir uns zur eiſernen Mauer machen gegen die heranſtürmenden Reihen dieſes Feindes, hinter dem zuletzt der alte, böſe Feind ſteht, der Teufel, deſſen Kreatur das Papſttum iſt. Wir haben noch einen andern Grund, warum wir ſagen, daß Gott gerade auch die lutheriſche Kirche zum Kampf gegen das Papſttum tüchtig gemacht und berufen hat. Gott hat unſerer Kirche das reiche Erbe der Reformation im vollen Maße geſchenkt und es uns bis auf dieſen Tag erhalten. Wir haben das Evangelium von der Gnade Gottes, von der Vergebung der Sünden ohne unſer Verdienſt, allein durch die Erlöſung, ſo durch Chriſtum geſchehen iſt, durch den Glauben an ihn. Und damit hat Gott uns die rechte Waffe gegeben gegen dieſen Feind, die einzige Waffe, mit der er in Wahrheit überwunden werden kann, das einzige Mittel, durch das die Herzen und Gewiſſen freigemacht werden von den Anmaßungen des Papſtes. Weil unſere lutheriſche Kirche vor andern dieſes Mittel, dieſe Waffe hat, darum iſt ſie inſonderheit tüchtig und alſo auch nach Gottes Willen berufen zu dieſem ernſten Kampf. Doch das führt uns zu der dritten Theſe.