# Synodical Conference Convention Proceedings_St. Louis Missouri_1914_S77 # AI-corrected against the scan — CHI Digital Archive (demonstration) der Ev.⸗Luth. Synodalkonferenz von Nordamerika. 1914. 77 3. Das Komitee, das den Bericht der Allgemeinen Synode von Wisconſin, Minneſota und Michigan vom Jahre 1913 prüfen ſollte, war geteilter Meinung. Herr Prof. Joh. Theo. Müller berichtete, daß er den Synodalbericht mit Lehrverhandlungen über Glaubensbruderſchaft gewiſſenhaft geprüft und nichts darin ge⸗ funden habe, was dem Worte Gottes und dem Bekenntnis der evan⸗ geliſch⸗lutheriſchen Kirche zuwider wäre. — Herr P. G. J. Wegener dagegen berichtete: „Es ſind mir in bezug auf einige Ausführungen Bedenken aufgeſtiegen, über die ich noch nicht hinwegkommen konnte, ich bitte daher um Zeit zu weiterer Prüfung oder Ernnenung eines andern Komiteegliedes.“ Die Verſammlung beſchloß in bezug auf dieſen Bericht, daß es dem Ehrw. Herrn Präſes überlaſſen ſei, mit dem Komitee zu handeln. 4. über den Bericht der Michiganſynode vom Jahre 1910 hatte vor zwei Jahren (1912) das betreffende Komitee in ſei⸗ nem Bericht zwei Bedenken ausgeſprochen. Die Konferenz hatte darauf beſchloſſen, die Sache einem Komitee zu überweiſen, das auf der nächſten Verſammlung (1914) der Synodalkonferenz berichten ſollte. Das Komitee ſollte ſich zugleich auch mit der Frage befaſſen, wie weit die Kritik eines Synodalberichts ſich etwa auf Wortlaut und Ausdruck er⸗ ſtrecken ſoll. Zu dem Komitee gehörten die PP. W. Hagen, R. Smukal, F. Treſſelt, H. C. F. Otte und C. Mikulski. Dieſes Komitee hielt den Bericht des Prüfungskomitees vom Jahre 1912 aufrecht und begründete ſeine Entſcheidung in einem weiteren Bericht. Beide Berichte wurden verleſen; doch faßte die Verſammlung keine Beſchlüſſe: An die Ehrw. Synodalkonferenz von Nordamerika. a. Das unterzeichnete Komitee hat im Auftrag des Ehrw. Prä⸗ ſidiums den Bericht der Ehrw. Ev.⸗Luth. Synode von Michigan und andern Staaten für das Jahr 1910 geprüft und nichts darin gefunden, was dem Worte Gottes und dem Bekenntnis der evangeliſch⸗lutheriſchen Kirche zuwider wäre. b. Dabei verſtehen wir die Ausführung über das Ebenbild (S. 21 oben) ſo, daß damit keine neue Weiſe, von dem Eben⸗ bild Gottes zu reden, eingeführt werden ſoll, c. ſowie die Ausführung über Vergnügungen (S. 52 in der Mitte) ſo, daß daſelbſt nicht in Abrede geſtellt werden ſoll, daß bei dem jetzt „weltüblichen“ Tanzen, Theater und bei dem Spielen um Gewinn immer jene Umſtände vor⸗ handen ſind, durch welche dieſe Dinge ſündlich werden. d. Gegenſtand der Lehrverhandlungen: „Das Evangelium von Chriſto, dem Sünder⸗ heiland, iſt die Wahrheit, die eine Wahrheit, in der alle rechte Erkennt⸗ nis im Himmel und auf Erden wurzelt.“ Hochachtungsvoll Ihr Komitee: Wm. Hagen. Detroit, Mich., 15. Juli 1912. R. Smukal.