# Synodical Conference Convention Proceedings_St. Louis Missouri_1914_S48 # AI-corrected against the scan — CHI Digital Archive (demonstration) 48 Verhandlungen der fünfundzwanzigſten Verſammlung Was den öffentlichen Gottesdienſt anlangt, ſo iſt dies Lokal durchaus nicht einladend für Fremde. Die Beſucher müſſen auf den kleinen Schulbänken ſitzen.“ Unter derartigen Verhältniſſen macht unſere Miſſionsarbeit auf dieſem verſprechenden Platz wenig Fortſchritt. Eine Kapelle muß gebaut werden, in der auch Schule gehalten werden kann. Ein Bauplatz würde etwa 300 bis 400 Dollars koſten, eine einfache Kapelle zwiſchen 500 und 600 Dollars. St. Paul. Miſſionar: Ed. H. Schmidt. Lehrer: Aaron Wiley, Wm. Seeberry, John Thompſon (eingeführt am 21. September 1913). Sylvina Raymond. St. Paul iſt unſere volkreichſte Gemeinde. Sie zählt zurzeit 395 Seelen, 173 kommunizierende Glieder und 26 Stimm⸗ fähige. 94 Seelen ſind in den beiden Berichtsjahren zur Gemeinde hinzugetan worden. Wir entnehmen Miſſionar Schmidts Bericht fol⸗ gende Angaben: „Ohne Zweifel ſind in den zwei Jahren mehr Er⸗ wachſene zur Gemeinde hinzugetan worden als je zuvor in einem entſprechenden Zeitraum [31]. Die aus Kindern beſtehenden Konfir⸗ mandenklaſſen waren zwar nicht ausnehmend groß, aber doch zu⸗ friedenſtellend. Unſere Miſſion befindet ſich in einer römiſchen Hoch⸗ burg, und die römiſche Sitte, daß Kinder im zarten Alter von neun Jahren konfirmiert werden, hat offenbar die Größe unſerer Konfir⸗ mandenklaſſen in den letzten Jahren beeinflußt. Der Beſuch der Gottes⸗ dienſte hat ſich etwas gehoben und iſt durchſchnittlich auf 165 geſtiegen. Doch ſollte der Beſuch, im ganzen genommen, ein beſſerer ſein. Die Beiträge ſind beſtändig geſtiegen, ſo daß ſich die Gemeinde gegenwärtig in einem guten finanziellen Zuſtand befindet. Die Beiträge betrugen $1339.35; davon ſind 800 Dollars an die Miſſionskaſſe abgeliefert worden. Die Ausſichten auf Wachstum ſind im allgemeinen gut. Das gilt beſonders von der Schule. Wir hoffen, daß wir in den nächſten zwei Jahren unſere Schülerzahl verdoppeln werden. Wegen des zu⸗ nehmenden Schulbeſuches haben wir dringend mehr Raum nötig. Frl. Sylvina Raymond, die ſeit letztem Herbſt der vierten Schulklaſſe, die eingerichtet werden mußte, vorſteht, iſt mit ihrer Klaſſe in der Sakriſtei. Das wird aber nur noch ein Jahr ſo weitergehen können. Der Not könnte wohl am beſten ſo abgeholfen werden, daß etwa 25 Fuß an die Schule angebaut würden. Das würde wohl 1700 Dollars koſten; aber wir hätten dann auf lange Jahre vier geräumige Schulzimmer. Unſere lutheriſche Kirche nimmt offenbar zu an Gunſt bei den Leuten in der Umgegend. Es geſchieht nicht ſelten, daß Fremde unſere Gottes⸗ dienſte beſuchen, und allemal ſcheinen ſie ſehr erfreut zu ſein. Eine Anzahl kommt faſt regelmäßig wieder nach dem erſten Beſuch. Der mächtige Einfluß Roms und die geheimen Geſellſchaften ſind ein großes Hindernis. Doch muß geſagt werden, daß die lutheriſche Kirche einen ſehr guten Ruf genießt und geachtet wird wegen ihrer Lehre und Praxis.“ Trinity Chapel. Dieſe Filiale der St. Paulsgemeinde befindet ſich im nördlichen Stadtteil an der Elmiraſtraße. Dort eröffnete Miſſionar