# Synodical Conference Convention Proceedings_St. Louis Missouri_1914_S47 # AI-corrected against the scan — CHI Digital Archive (demonstration) der Ev.⸗Luth. Synodalkonferenz von Nordamerika. 1914. 47 4. Louiſiana. New Orleans. Nach dem Zenſus von 1910 wohnen in dieſer Großſtadt genau 89,262 Neger und im Staate Louiſiana 713,874. In New Orleans hat unſere Miſſionsarbeit in den beiden Berichts⸗ jahren bedeutende Fortſchritte gemacht. Wir haben hier jetzt ſieben Gemeinden und Stationen, ebenſoviele Gemeindeſchulen und das Luther⸗College. Mount Zion. Miſſionar: Alb. O. Friedrich. Lehrer: Eug. R. Vix, D. Meibohm, Arthur Berger. Dieſe unſere älteſte Gemeinde in New Orleans erbaut ſich nach innen und außen im Frieden unter der Leitung Miſſionar Friedrichs. 33 neue Glieder wurden zur Gemeinde hinzugetan. Sie zählt jetzt 221 Seelen, 106 kommunizierende Glieder, 21 Stimmfähige. Im Sommer 1913 ließ die Gemeinde das Innere der Schule ſo umbauen, daß ſie ſtatt zwei Schulzimmer drei bekam. Die Koſten, etwa $125, hat ſie ſelber beſtritten. Eine dritte Lehr⸗ kraft wurde berufen, der farbige Lehramtskandidat Arthur Berger, der am 29. Auguſt 1913 von P. Friedrich eingeführt wurde. Die Schüler⸗ zahl ſtieg im letzten Schuljahr einmal auf 205. Miſſionar Friedrich ſagt in ſeinem Bericht: „Wenn die Bemühungen der drei Lehrer er⸗ folgreich ſind, müſſen wir wohl ſchon im kommenden Schuljahr wieder mehr Raum haben.“ Die “sanitary toilets”, die im vergangenen Juli in der Schule eingerichtet wurden und $250 koſteten, will die Gemeinde ſelber bezahlen. Sie hat die Summe aus der Miſſionskaſſe geborgt und will monatlich 10 Dollars abbezahlen. Das wird ihr aber ſehr ſchwer werden, weil ſie ſich ſowieſo ſchon ſehr anſtrengt, und es wäre wünſchenswert, daß unſere Miſſionsfreunde ihr etwas behilflich wären. Mount Zion hat in dieſen zwei Jahren die ſchöne Summe von $1645.37 für kirchliche Zwecke aufgebracht. St. John's iſt die Ende 1912 gegründete Filiale der Mount Zions⸗ gemeinde. Sie befindet ſich in dem als “Dump” bezeichneten Stadtteil und iſt etwa 12 ſtädtiſche Blocks entfernt von Mount Zion und eben⸗ ſoweit von der Bethlehemsſtation. Miſſionar Friedrich und einer ſei⸗ ner altbewährten Lehrer explorierten dieſen Bezirk, der nur von Schwarzen bewohnt iſt, und am 10. Februar 1913 eröffnete Miſſionar Friedrich in einem gemieteten Lokal eine Schule, die dann einige Wochen ſpäter Student Karl Stoll vom Seminar in St. Louis übernahm und bis zum November führte. Als er dann nach Greensboro geſchickt wurde, um dort ſeine Studien zu vollenden, wurde Adeline Winn angeſtellt. 44 Schüler ſind auf der Liſte. Die Miete beträgt 7 Dollars den Monat: davon bringt Mount Zion 3 Dollars auf, der Reſt wird durch das Schul⸗ geld gedeckt. Miſſionar Friedrich erklärt in ſeinem Bericht: „Die St. Johnsſtation leidet ſtark an Raummangel. Das Lokal hat Sitz⸗ plätze für nur 28 Kinder, während doch die Schülerzahl 44 beträgt, und der durchſchnittliche Beſuch 33 iſt; das bedeutet, daß drei Kinder auf einer Bank ſitzen müſſen, die doch nur für zwei beſtimmt iſt.