# Synodical Conference Convention Proceedings_St. Louis Missouri_1914_S46 # AI-corrected against the scan — CHI Digital Archive (demonstration) 46 Verhandlungen der fünfundzwanzigſten Verſammlung doch dafür ſorgen, daß ein lutheriſcher Prediger in Atlanta angeſtellt würde. Unſer nächſter Miſſionar. Miſſionar McDavid in Charlotte, iſt 267 Meilen entfernt. Er iſt einmal monatlich nach Atlanta gereiſt und hat in einem Wohnhauſe Gottesdienſte gehalten, die im Durch⸗ ſchnitt von 37 Perſonen beſucht wurden. Eine Sonntagsſchule iſt ge⸗ gründet worden und zählt 30 Kinder. Es gehören zur Station 10 Seelen und 5 kommunizierende Glieder. Die Kommiſſion hat den far⸗ bigen Predigtamtskandidaten Karl Stoll, der im Juni im Immanuel⸗ College Examen gemacht hat, nach Atlanta berufen. Wir müſſen nun aber ein Grundſtück kaufen und darauf eine Kapelle errichten. Ein Bauplatz iſt zu haben für 300 Dollars, und eine Kapelle 24×34 Fuß würde etwa 600 Dollars koſten. 3. Illinois. Springfield, Holy Trinity. (Vakant.) Prof. Otto C. A. Böcler vom Seminar in Springfield hat auch in dem verfloſſenen Biennium, im ganzen nun 4½ Jahre, die Gemeinde als Vakanz⸗ prediger treulich bedient. Die Gemeinde zählte Ende des vorigen Jahres 39 Seelen (das heißt, Perſonen, die unter der Seelſorge des Predigers ſtehen, Große und Kleine), 27 kommunizierende Glieder (das heißt, Konfirmierte, junge und alte, die berechtigt ſind, am heiligen Abendmahl teilzunehmen) und 7 Stimmfähige (das heißt, männliche Glieder, die zur Stimmenabgabe berechtigt ſind). Springfield hat eine farbige Bevölkerung von 2961, die wieder im Wachstum begriffen iſt. Prof. Böcler ſchreibt in ſeinem Bericht: „Der Kirchen⸗ und Abend⸗ mahlsbeſuch der hieſigen Gemeinde iſt, wenn auch nicht glänzend, ſo doch zufriedenſtellend geweſen. Es kommt auch bei den Negern unſerer Gemeinde vor, daß ſie um nichtiger Gründe willen den Gottesdienſt verſäumen, wiewohl ich, wenn ich auf weiße Gemeinden ſehe, keinen ſonderlichen Grund zur Klage habe. Das muß ich aber ſehr loben, daß ſie ſich allezeit unter Gottes Wort beugen. Ich habe in dieſen 4½ Jahren weniger Urſache gehabt, über den Wandel meiner Neger zu klagen, als gar mancher Paſtor in weißen Gemeinden. Die Neger ſind mir aus dem Grunde beſonders lieb geworden. — In dem Zeit⸗ raum von Juli 1912 bis Juli 1914 hat meine Gemeinde für das Anſtreichen und die Reparatur des Kircheneigentums $266.45 aus⸗ gegeben, welche Summe bis auf $16 ausbezahlt iſt. Dieſes Geld iſt durch Beiträge und durch die Sonntagskollekten, über die man ſich freuen muß, aufgebracht worden. Freilich, aus den Sonntagskollekten ſind auch die laufenden Ausgaben beſtritten worden, Licht, Feuerung und kleinere Reparaturen.“ Die Gemeinde hat nun wieder einen eigenen Miſſionar bekommen, den Predigtamtskandidaten Georg A. Schmidt, der an die Station St. Louis⸗Springfield berufen worden iſt und alle zwei Wochen in Springfield predigen wird.