# Synodical Conference Convention Proceedings_St. Louis Missouri_1914_S33 # AI-corrected against the scan — CHI Digital Archive (demonstration) der Ev.⸗Luth. Synodalkonferenz von Nordamerika. 1914. 33 krankhafte Gefühlsduſelei, ein kraftloſes Wohlwollen, zielloſe Menſchen⸗ freundlichkeit, eine nutzloſe Vergeudung von Kraft ſein, ſondern ein klares, ſtrenges, zielbewußtes Verfolgen eines feſt ins Auge gefaßten Zweckes, nämlich der Rettung verlorner Sünder. — Die Liebe Chriſti ließ ſich auch nicht irremachen, abſchrecken, entmutigen durch Widerſtand, Verfolgung, Mißlingen. JEſus ſprach zu den Juden: „Viel guter Werke habe ich euch erzeigt von meinem Vater; um welches Werk unter denſelbigen ſteinigt ihr mich?“ (Joh. 10, 32.) Aber er ließ ſich da⸗ durch nicht irremachen. Viele ſeiner Jünger gar murrten über ſeine Lehre und gingen hinter ſich und wandelten nicht mehr mit ihm. (Joh. 6, 60—66.) Aber er ließ ſich dadurch nicht irremachen. Judas verriet ihn, Petrus verleugnete ihn, die andern verließen ihn. Aber er ließ ſich nicht irremachen. Darin ſollen wir ihm ähnlich werden. — Chriſtus hat auch gegen ſeine Feinde Liebe bewieſen. „Niemand hat größere Liebe denn die, daß er ſein Leben läſſet für ſeine Freunde.“ (Joh. 15, 13.) Chriſtus aber iſt für Gottloſe geſtorben. „Darum preiſet Gott ſeine Liebe gegen uns, daß Chriſtus für uns geſtorben iſt, da wir noch Sünder waren.“ (Röm. 5, 6—8.) Auch Chriſten ſollen ihre Feinde lieben. „Liebet eure Feinde, ſegnet, die euch fluchen, tut wohl denen, die euch haſſen, bittet für die, ſo euch beleidigen und ver⸗ folgen.“ (Matth. 5, 44.) — Endlich ſollen Chriſten ſich die Liebe ihres Heilandes auch darin zum Vorbild nehmen, daß ſeine Liebe ſich ſtetig gleichblieb. Seine Liebe war nicht wie ein fahrender Platzregen, ſondern gleichmäßig wie ein Strom floß ſie dahin. „Wie er hatte ge⸗ liebt die Seinen, die in der Welt waren, ſo liebte er ſie ans Ende.“ (Joh. 13, 1.) Er iſt eben JEſus Chriſtus geſtern und heute und der⸗ ſelbe auch in Ewigkeit. (Hebr. 13, 8.) Geſchäftsverhandlungen. I. Unſer Verhältnis zur Ehrw. Ev.⸗Lutheriſchen Norwegiſchen Synode. Vor zwei Jahren hatte die Synodalkonferenz auf ihrer Ver⸗ ſammlung zu Saginaw, Mich., die Herren Profeſſoren W. H. T. Dau, D. F. Pieper und Direktor J. Schaller als Komitee an die Ehrw. Ev.⸗Luth. Norwegiſche Synode delegiert, um das, was in einem Schrei⸗ ben der Synodalkonferenz an die Norwegiſche Synode ausgeführt war, „auch mündlich vor der Ehrw. Ev.⸗Luth. Norwegiſchen Synode zu ver⸗ treten“. Dieſes Komitee legte durch ſeinen Vorſitzer, Herrn Prof. W. H. T. Dau, einen Bericht ab, in dem es einen hiſtoriſchen überblick