# Synodical Conference Convention Proceedings_St. Louis Missouri_1914_S31 # AI-corrected against the scan — CHI Digital Archive (demonstration) der Ev.⸗Luth. Synodalkonferenz von Nordamerika. 1914. 31 einen guten Kampf gekämpft, ich habe den Lauf vollendet, ich habe Glauben gehalten. Hinfort iſt mir beigelegt die Krone der Gerechtig⸗ keit, welche mir der HErr an jenem Tage, der gerechte Richter, geben wird, nicht mir aber allein, ſondern auch allen, die ſeine Erſcheinung liebhaben.“ Damit ſtimmen auch die Verheißungen der Schrift. Allen Chriſten gilt die Ermahnung, eine gute Ritterſchaft zu üben (1 Tim. 1, 18) und den guten Kampf des Glaubens zu kämpfen (1 Tim. 6, 12). Allen gilt aber auch die Verheißung: „Sei getreu bis an den Tod, ſo will ich dir die Krone des Lebens geben.“ (Offenb. 2, 10.) „Wer überwindet, der ſoll mit weißen Kleidern angelegt werden, und ich werde ſeinen Namen nicht austilgen aus dem Buch des Lebens, und ich will ſeinen Namen bekennen vor meinem Vater und vor ſeinen Engeln. Wer überwindet, dem will ich geben, mit mir auf meinem Stuhl zu ſitzen, wie ich überwunden habe und bin geſeſſen mit meinem Vater auf ſeinem Stuhl.“ (Offenb. 3, 5. 21.) „Wer beharret bis ans Ende, der wird ſelig.“ (Matth. 24, 13.) 18. Nachfolger Gottes. (Eph. 5, 1.) Das Vorbild. Chriſtus hat uns geliebt. Das hat er geſagt, und er hat es mit ſeinen Werken bewieſen. Die Werke der Liebe, die er getan hat, waren nicht leicht; ſie legten ihm ein Opfer auf, ein ſchweres Opfer, ein Opfer, das ihm ſein Leben koſtete. „Daran haben wir erkannt die Liebe, daß er ſein Leben für uns gelaſſen hat.“ (1 Joh. 3, 16.) So groß iſt dieſe Liebe, daß Gott ſelbſt ſie preiſt, daß Chriſtus für uns geſtorben iſt, da wir noch Sünder waren. (Röm. 5, 8.) — Chriſtus iſt nicht zufällig für uns geſtorben, nicht einfach, wie jemand wohl bei einem Rettungswerk ſeinen Tod findet; er hat als unſer Hoherprieſter ſich ſelbſt zum Opfer dargegeben und ſein Leben auf⸗ geopfert auf dem Altar des Kreuzes, um Gottes Zorn gegen unſere Sünde zu tilgen, um ſeiner Gerechtigkeit Genüge zu leiſten, damit er an uns wieder ein Wohlgefallen haben kann. — Chriſtus iſt nicht nur für uns, uns zugut, geſtorben; er iſt für uns, an unſerer Statt, als unſer Stellvertreter in den Tod gegangen. Er hat ein ſtellvertretendes Opfer gebracht, und wir dürfen nicht noch einmal tun, was er ſchon für uns getan hat. — Chriſtus iſt für uns geſtorben, da wir noch Sünder waren, und weil wir Sünder waren, die unter dem Zorn Gottes lagen, tot durch übertretungen und Sünden waren und gänzlich unfähig und unwillig, uns ſelbſt zu helfen. Darum hat ſich Chriſtus unſer erbarmt in unſerm Elend, uns daraus zu erretten und uns zu Gott und in den Himmel zu bringen. Die Nachfolge. „Seid Nachfolger“, ſagt der Apoſtel, einfach Nachfolger. Wir dürfen nicht experimentieren, um ein Vorbild zu er⸗ finden; wir dürfen nicht Reiſen machen, ein Vorbild zu entdecken; wir dürfen nicht ſinnen und grübeln, ein Vorbild zu konſtruieren. Das