# Synodical Conference Convention Proceedings_St. Louis Missouri_1914_S29 # AI-corrected against the scan — CHI Digital Archive (demonstration) der Ev.⸗Luth. Synodalkonferenz von Nordamerika. 1914. 29 heißt uns der Apoſtel den Harniſch Gottes anziehen, das iſt, die volle Kriegsrüſtung. (Eph. 6, 11.) Und damit wir es nicht vergeſſen, wieder⸗ holt er ſeine Mahnung. (V. 13.) Damit wir aber auch ja keine Waffe auslaſſen, ſo zählt er jedes einzelne Stück der Rüſtung auf. Man darf dem Feinde keine Blöße darbieten. — Ein guter Streiter JEſu Chriſti ſoll ſeine Lenden umgürtet haben mit Wahrheit und angezogen ſein mit dem Krebs der Gerechtigkeit. (Eph. 6, 14.) Er ſoll ein lauterer Charakter ſein, fromm, aufrichtig, unbeſcholten, rein. Er ſoll an Bei⸗ nen geſtiefelt ſein als fertig, zu treiben das Evangelium des Friedens. (V. 15.) Wo ein Streiter JEſu Chriſti geht und ſteht, ſoll er bereit ſein zur Verantwortung der Hoffnung, die in ihm iſt; da ſoll er den Frieden kundtun, der da kommt von Chriſto durch das Evangelium. „Vor allen Dingen aber ergreifet den Schild des Glaubens, mit welchem ihr auslöſchen könnt alle feurigen Pfeile des Böſewichts.“ (V. 16.) Der Glaube an das Blut JEſu Chriſti löſcht das Feuer der Ver⸗ ſuchungen Satans und heilt das verwundete Gewiſſen. „Und nehmet den Helm des Heils“, „den Helm der Hoffnung zur Seligkeit“, wie der Apoſtel es auch ausdrückt. (1 Theſſ. 5, 8.) Die Hoffnung der vollendeten Erlöſung im Himmel deckt uns wie ein Helm, und die Schläge und Hiebe des Teufels treffen uns nicht oder richten doch keinen unheilbaren Schaden an. Und endlich „nehmet das Schwert des Geiſtes, welches iſt das Wort Gottes“. (V. 17.) Da ſind Waffen der Verteidigung und Waffen des Angriffs. Wir ſollen uns nicht nur gegen den Teufel verteidigen; wir ſollen auch hervorbrechen und ihn angreifen, in einem kräftigen Feldzuge ihn aufs Haupt ſchlagen. Dazu das Schwert des Geiſtes. Ein Geiſtesſchwert iſt das Wort Gottes; denn es kommt vom Geiſt Gottes, und wer es führt, den erfüllt es mit Geiſteskraft. — Alle dieſe Waffen führt ein guter Streiter JEſu Chriſti mit beſtändigem Bitten und Flehen im Geiſt. (Eph. 6, 18.) Was ſind die Pflichten eines guten Streiters JEſu Chriſti? „Leide dich als ein guter Streiter JEſu Chriſti!“ Ein guter Streiter muß gehorſam ſein, pünktlich, blindlings gehorſam dem Wort des Führers, ohne Widerreden. Und um gehorchen zu können, muß ein Streiter Selbſtbeherrſchung beſitzen und zur Selbſtaufopferung be⸗ reit ſein. Sein Heim hat er verlaſſen und die Annehmlichkeiten des⸗ ſelben gegen die einfache Koſt und das rauhe Leben des Lagers ver⸗ tauſcht. Der Streiter muß ſich leiden. Es iſt ein mühevolles Leben, das ein Streiter führt. Oft iſt er ungenügend geſchützt gegen Sturm und Kälte im Winter, ungenügend beſchuht für rauhe Märſche, ſo daß er mit wunden, blutigen Füßen dahinzieht, ungeeignet ſchwer gekleidet in der Hitze des Sommers. Oft muß er Hunger und Durſt leiden während anſtrengender Feldzüge. Die Weltgeſchichte iſt voll von Bei⸗ ſpielen der Leiden eines Streiters. Dazu denke man an die Eilmärſche, die ausgeführt, die wogenden Flüſſe, die gekreuzt, die Sümpfe und Moräſte, die durchquert werden müſſen, an Fieber und Cholera und