# Synodical Conference Convention Proceedings_St. Louis Missouri_1914_S26 # AI-corrected against the scan — CHI Digital Archive (demonstration) 26 Verhandlungen der fünfundzwanzigſten Verſammlung mehr dienſtbar ſein, dieweil ſie gläubig und geliebt und der Wohltat teilhaftig ſind.“ (1 Tim. 6, 1. 2.) — Brüder ſind friedlich unter⸗ einander, und wenn ja Händel vorfallen, ſo ſuchen ſie die brüderlich zu ſchlichten und laufen nicht damit vor das weltliche Gericht. „Iſt's möglich, ſoviel an euch iſt, ſo habt mit allen Menſchen Frieden.“ (Röm. 12, 18.) „Wie darf jemand unter euch, ſo er einen Handel hat mit einem andern, hadern vor den Ungerechten und nicht vor den Heiligen? Euch zur Schande muß ich das ſagen. Iſt ſo gar kein Weiſer unter euch oder doch nicht einer, der da könnte richten zwiſchen Bruder und Bruder? Sondern ein Bruder mit dem andern hadert, dazu vor den Ungläubigen. Es iſt ſchon ein Fehl unter euch, daß ihr miteinander rechtet.“ (1 Kor. 6, 1—10.) — Es iſt nicht die Art der brüderlichen Liebe zu rechten und zu ſtreiten, wohl aber, den irren⸗ den Bruder zu ermahnen, und zwar in aller Sanftmut und mit aller Geduld. „Sündiget dein Bruder an dir, ſo gehe hin und ſtrafe ihn zwiſchen dir und ihm allein. Höret er dich, ſo haſt du deinen Bruder gewonnen. Höret er dich nicht, ſo nimm noch einen oder zween zu dir, auf daß alle Sache beſtehe auf zweier oder dreier Zeugen Mund. Höret er die nicht, ſo ſage es der Gemeinde. Höret er die Gemeinde nicht, ſo halt ihn als einen Heiden und Zöllner.“ (Matth. 18, 15—17.) „Liebe Brüder, ſo ein Menſch etwa von einem Fehl übereilet würde, ſo helfet ihm wieder zurecht mit ſanftmütigem Geiſt, die ihr geiſtlich ſeid. Und ſiehe auf dich ſelbſt, daß du nicht auch verſucht werdeſt! Einer trage des andern Laſt, ſo werdet ihr das Geſetz Chriſti erfüllen.“ (Gal. 6, 1. 2; vgl. Röm. 15, 14; Jak. 5, 19. 20; Luk. 22, 32.) — Brüder ſind gerne bereit, Abbitte zu tun, wo ſie gefehlt haben. „Wenn du deine Gabe auf dem Altar opferſt und wirſt allda eindenken, daß dein Bruder etwas wider dich habe, ſo laß allda vor dem Altar deine Gabe und gehe zuvor hin und verſöhne dich mit deinem Bruder und alsdann komm und opfere deine Gabe. Sei willfertig deinem Wider⸗ ſacher bald, dieweil du noch bei ihm auf dem Wege biſt.“ (Matth. 5, 23—25.) — Ebenſo ſind Brüder auch gerne bereit zu vergeben, nicht bloß ſiebenmal, ſondern ſiebenzigmal ſiebenmal. (Matth. 18, 21—35.) — Und derartige Beweiſe der Liebe liefern die Brüder viele. „Endlich ſeid alleſamt gleichgeſinnt, mitleidig, brüderlich, barmherzig, freundlich. Vergeltet nicht Böſes mit Böſem oder Scheltwort mit Scheltwort, ſon⸗ dern dagegen ſegnet und wiſſet, daß ihr dazu berufen ſeid, daß ihr den Segen beerbet.“ (1 Petr. 3, 8. 9; vgl. Jak. 1, 19. 20; 5, 9.) Ich ermahne euch aber, liebe Brüder, durch den Namen unſers HErrn JEſu Chriſti, daß ihr allzumal einerlei Rede führet und laſſet nicht Spal⸗ tungen unter euch ſein, ſondern haltet feſt aneinander in einem Sinn und in einerlei Meinung.“ (1 Kor. 1, 10; vgl. 1 Theſſ. 4, 6.) „Wir ermahnen euch, liebe Brüder: Vermahnet die Ungezogenen, tröſtet die Kleinmütigen, traget die Schwachen, ſeid geduldig gegen jedermann. Sehet zu, daß niemand Böſes mit Böſem jemand vergelte, ſondern