# Synodical Conference Convention Proceedings_St. Louis Missouri_1914_S22 # AI-corrected against the scan — CHI Digital Archive (demonstration) 22 Verhandlungen der fünfundzwanzigſten Verſammlung Was iſt damit aus dem Fremdling geworden? „So ſeid ihr nun nicht mehr Gäſte und Fremdlinge, ſondern Bürger mit den Heiligen und Gottes Hausgenoſſen.“ (Eph. 2, 19.) Der Fremdling iſt ein Bürger mit den Heiligen, der Gaſt ein Hausgenoſſe geworden. Gäſte müſſen in aller Form um Einlaß in das Haus und um Zutritt zu dem Hausherrn bitten; Hausgenoſſen haben freien Zutritt zu dem Haus⸗ vater, jederzeit können ſie ohne Mittelsperſon mit ihm verkehren, ihm ihr Anliegen vortragen, ſich Rat von ihm erbitten, ſeine Hilfe in An⸗ ſpruch nehmen. Wie ſtolz ſind wir nicht darauf, daß wir Amerikaner ſind! Und unſer amerikaniſches Bürgerrecht ſchützt uns auch in den entlegenſten Erdteilen. Aber ungleich herrlicher iſt es, ein Bürger in Chriſti Reich zu ſein. Und welcher Schutz käme dem der Legionen von Engeln gleich, die ſich um uns her lagern? Darum, wie ſollten wir jubeln über unſer himmliſches Bürgerrecht! Wer hat uns Fremdlingen dieſes Bürgerrecht erworben? JEſus Chriſtus hat den Zaun, der dazwiſchen war, abgebrochen. „Die ihr in Chriſto JEſu ſeid und weiland ferne geweſen ſeid, ſeid nun nahe worden durch das Blut Chriſti, der durch ſein Fleiſch die Feindſchaft weggenommen hat, daß er beide verſöhnte mit Gott in einem Leibe durch das Kreuz und hat die Feindſchaft getötet durch ſich ſelbſt.“ (Eph. 2, 13—16.) Chriſtus hat die Feindſchaft zwiſchen Gott und Menſchen weggenommen. Damit hat Chriſtus auch die Feindſchaft zwiſchen Juden und Griechen weggenommen, zwiſchen Fremdlingen und Bürgern, zwiſchen Gäſten und Hausgenoſſen Gottes. Chriſtus iſt unſer Friede, der aus beiden eins gemacht hat. Das hat Chriſtus dadurch getan, daß er für uns geſtorben iſt, an unſerer Statt, der Gerechte für die Ungerechten. „Ob jemand ſündigt, ſo haben wir einen Für⸗ ſprecher bei dem Vater, JEſum Chriſtum, der gerecht iſt. Und der⸗ ſelbige iſt die Verſöhnung für unſere Sünde, nicht allein aber für die unſere, ſondern auch für der ganzen Welt.“ (1 Joh. 2, 1. 2.) Iſt das gewiß? Wie wiſſen wir das? „Chriſtus iſt kommen und hat verkündigt im Evangelio den Frieden euch, die ihr ferne waret, und denen, die nahe waren.“ (Eph. 2, 17.) Der letzte Auftrag, den JEſus ſeinen Jüngern gegeben hat, lautet: „Gehet hin in alle Welt und predigt das Evangelium aller Kreatur! Wer da glaubet und ge⸗ tauft wird, der wird ſelig werden; wer aber nicht glaubt, der wird verdammt werden.“ (Mark. 16, 15. 16.) So läßt Chriſtus den Frie⸗ den ausrufen, den Friedenszuſtand proklamieren. Er ſpricht der Welt Frieden zu, ſpricht den Menſchen den Frieden ins Herz hinein. Unſere heidniſchen Vorfahren haben durch das Evangelium die Friedensprokla⸗ mation des HErrn gehört. Durch ſie iſt ſie auf uns gekommen, ſo daß auch wir erbaut ſind auf den Grund der Apoſtel und Propheten, da JEſus Chriſtus der Eckſtein iſt. Was wollen wir nun als Bürger mit den Heiligen und Gottes Hausgenoſſen tun? Wenn ein Heide zum Judentum übertrat, ſo ent⸗