# Synodical Conference Convention Proceedings_St. Louis Missouri_1914_S21 # AI-corrected against the scan — CHI Digital Archive (demonstration) der Ev.⸗Luth. Synodalkonferenz von Nordamerika. 1914. 21 „Wer den Sohn leugnet, der hat auch den Vater nicht.“ (1 Joh. 2, 23.) „Und wiewohl es viele ſind, die Götter genannt werden, und viele Herren ſind, ſo haben wir doch nur einen Gott, den Vater, von welchem alle Dinge ſind und wir in ihm, und einen HErrn, JEſum Chriſtum, durch welchen alle Dinge ſind und wir durch ihn.“ (1 Kor. 8, 5. 6.) Jeder ſogenannte Gott neben der heiligen Dreieinigkeit iſt ein Götze; und jeder chriſtusloſe Anbeter iſt ein Götzendiener. Wir wiſſen aber, daß ein Götze nichts ſei in der Welt. (1 Kor. 8, 4.) So iſt tatſächlich jeder, der ohne Chriſtum iſt, auch ohne Gott, ein Gottloſer. Die Fremdlinge, die ohne Chriſtum und ohne Gott ſind, haben darum auch keine Hoffnung. Sie mögen ſich falſche Hoffnungen träu⸗ men und einbilden, aber eine wohlgegründete Hoffnung haben ſie nicht. Sie können nicht hoffen auf Vergebung der Sünden, nicht hoffen auf die ſelige Auferſtehung ihres Leibes, nicht hoffen auf den Himmel. Alle dieſe Segnungen werden uns durch Chriſtum zuteil und nur durch Chriſtum. „Wir wollen euch, liebe Brüder, nicht verhalten von denen, die da ſchlafen, auf daß ihr nicht traurig ſeid wie die andern, die keine Hoffnung haben. Denn ſo wir glauben, daß JEſus geſtorben und auferſtanden iſt, alſo wird Gott auch, die da entſchlafen ſind durch JEſum, mit ihm führen.“ (1 Theſſ. 4, 13. 14.) Die Hoffnung derer aber, die ohne Chriſtum ſind, wird zuſchanden. Fremdlinge haben keinerlei Rechte zu beanſpruchen. Aber die Fremdlinge außer der Bürgerſchaft Israels ſind mehr als Fremdlinge, ſie ſind Feinde und Aufrührer, die ſich gegen Gott und ſein Reich empört haben. Fleiſchlich geſinnt ſein iſt Feindſchaft wider Gott. „Warum toben die Heiden, und die Leute reden ſo vergeblich? Die Könige im Lande lehnen ſich auf, und die Herren ratſchlagen mit⸗ einander wider den HErrn und ſeinen Geſalbten: Laſſet uns zerreißen ihre Bande und von uns werfen ihre Seile!“ (Pſ. 2, 1—3.) Fremdlinge aber können Bürger werden; ſie können ihrem frühe⸗ ren Lande entſagen und ihrem Adoptivvaterland den Treueid leiſten. Dadurch werden ſie aller Segnungen und Vorrechte der eingebornen Bürger teilhaftig. Wie iſt nicht die Bevölkerung unſers eigenen Landes aus den Angehörigen ſo vieler Nationalitäten bunt zuſammengewürfelt! Aber alle genießen die gleichen Rechte, haben auch alle gleichen Anteil an der Regierung. So iſt es auch im Reich Gottes. Da werden auch Fremdlinge aus allen Nationen als Bürger aufgenommen. Aus allerlei Volk, wer Gott fürchtet und recht tut, der iſt ihm angenehm. (Apoſt. 10, 35.) Die Sünde hatte die große Scheidewand errichtet; „denn eure Untugenden ſcheiden euch und euren Gott voneinander“. (Jeſ. 59, 2.) Als Adam in Sünde gefallen war, war er von Gott geſchieden und ſuchte ſich vor ihm zu verſtecken; und Gott ſtellte einen Cherub mit einem bloßen hauenden Schwert vor den Garten Eden, zu bewahren den Weg zum Baum des Lebens. (1 Moſ. 3, 24.) Durch die Vergebung der Sünde aber fällt die Scheidewand dahin, und der Fremdling findet Aufnahme in Gottes Reich.