# Synodical Conference Convention Proceedings_St. Louis Missouri_1914_S20 # AI-corrected against the scan — CHI Digital Archive (demonstration) 20 Verhandlungen der fünfundzwanzigſten Verſammlung aber nur mehr vorbereitender Art, damit er die Menſchen zurichtet für ſein eigentliches Werk durch das Evangelium. Und welch ein herrliches Produkt der höchſten Kunſt iſt Gottes Werk! Wie verſchwinden dagegen die Werke des Bildhauers, der aus totem Marmor ein lebensähnliches Bild meißelt, oder des Malers, der mit Pinſel und Farbe ein Bild auf die Leinwand wirft. Gottes Werk iſt nicht lebensähnlich, es hat Leben. Das iſt die neue Kreatur, von der der Apoſtel ſagt 2 Kor. 5, 17; Gal. 6, 15. Dieſes Werk kann wohl ſeinen Zweck erfüllen. Es iſt geſchaffen zu guten Werken, zu welchen Gott uns zuvor bereitet hat, daß wir darinnen wandeln ſollen. (Eph. 2, 10.) Dieſes Werk Gottes zeigt noch in den zukünftigen Zeiten den überſchwenglichen Reichtum ſeiner Gnade durch ſeine Güte über uns in Chriſto JEſu. 15. Bürger. (Eph. 2, 19—22.) In dem Tempel zu Jeruſalem war ein beſonderer Vorhof für die Heiden. Von dem eigentlichen Tempel aber war dieſer Vorhof der Heiden durch eine Mauer getrennt, und eine Warnungstafel verbot den Heiden bei Todesſtrafe das Betreten des Tempels. Chriſtus hat dieſe Scheidewand abgebrochen und hat aus Juden und Heiden eins gemacht. (Eph. 2, 14.) Manche heidniſche Dichter und Philoſophen haben wohl von einem goldenen Zeitalter allgemeiner Verbrüderung geträumt; die römiſchen Legionen haben viele Völker bezwungen und ſie in ein großes römiſches Reich zuſammenvereinigt; aber ſolche Vereinigung und Verbrüderung iſt doch nur ein jämmerliches Ding gegen das, was Chriſtus zuſtande gebracht hat. Er hat wirklich Gäſte und Fremdlinge zu Bürgern mit den Heiligen und Gottes Hausgenoſſen gemacht. Die Heiden waren Fremde, außer der Bürgerſchaft Israels. Sie hatten keinen Anteil an den Verheißungen, keinen Anteil an den Rechten und Privilegien und Segnungen und Hoffnungen des Volkes Gottes im Alten Teſtament. Sie durften das herrliche Paſſah nicht mitfeiern, durften den Tempel nicht betreten, um an dem Gottesdienſt der Ge⸗ meinde ſich zu beteiligen, ſie waren von der Teilnahme am Opfer aus⸗ geſchloſſen. So ſind auch die Ungläubigen Fremdlinge, ausgeſchloſſen von der Kirche Gottes. Sie haben keinen Teil am Bund der heiligen Taufe, können nicht geſegnete Gäſte an Gottes Gnadentafel im heiligen Abendmahl ſein; und wenn ſie auch äußerlich ſich am Gottesdienſt be⸗ teiligen können, ſo haben ſie doch keinen Teil an dem Segen des Evan⸗ geliums, haben keinen Mittler und Fürſprecher bei dem Vater, der für ſie ein zorniger Richter bleibt. Die Fremdlinge ſind ohne Chriſtum und darum ohne Gott in der Welt. (Eph. 2, 12.) Es iſt nur ein Gott; der aber iſt ein drei⸗ einiger, Vater, Sohn und Heiliger Geiſt. „Wer den Sohn nicht ehrt, der ehrt auch den Vater nicht, der ihn geſandt hat.“ (Joh. 5, 23.)