# Synodical Conference Convention Proceedings_St. Louis Missouri_1914_S18 # AI-corrected against the scan — CHI Digital Archive (demonstration) 18 Verhandlungen der fünfundzwanzigſten Verſammlung 14. Gottes Werk. (Eph. 2, 10.) Das Rohmaterial, aus dem Gott ſein Werk herſtellt, iſt ein ſehr ſprödes, eigentlich ganz unbrauchbares. Es ſind die Menſchen, und die ſind von Natur tot durch übertretungen und Sünden. (Eph. 2, 1. 5.) Da findet ſich nichts Gutes, was Gott gefallen und ſeinem heiligen Geſetz genügen könnte. Wenn ein Menſch geiſtlich tot iſt, ſo iſt er allerdings tot rückſichtlich der Heiligkeit, aber gar ſehr lebendig, rege und geſchäftig in Sünden. Der Apoſtel ſchreibt den Epheſern, daß ſie weiland in Sünden gewandelt hätten nach dem Lauf dieſer Welt und nach dem Fürſten, der in der Luft herrſcht, nämlich nach dem Geiſt, der zu dieſer Zeit ſein Werk hat in den Kindern des Unglaubens; „unter welchen wir auch weiland unſern Wandel gehabt haben in den Lüſten unſers Fleiſches und taten den Willen des Fleiſches und der Ver⸗ nunft“. (Eph. 2, 2. 3.) Die da tot ſind in Sünden, wandeln in der Eitelkeit ihres Sinnes; „welcher Verſtand verfinſtert iſt und ſind ent⸗ fremdet von dem Leben, das aus Gott iſt, durch die Unwiſſenheit, ſo in ihnen iſt, durch die Blindheit ihres Herzens; welche ruchlos ſind und ergeben ſich der Unzucht und treiben allerlei Unreinigkeit ſamt dem Geiz“. (Eph. 4, 17—19.) Gott iſt ein reiner, ein heiliger Gott. Darum iſt auch fleiſchlich geſinnt ſein eine Feindſchaft wider Gott. (Röm. 8, 7.) Darum waren wir auch Kinder des Zorns von Natur, gleichwie auch die andern. (Eph. 2, 3.) Denn da die Sünde in die Welt kam, kam auch der Tod durch die Sünde; „und iſt alſo der Tod zu allen Menſchen durchgedrungen, dieweil ſie alle geſündigt haben“. (Röm. 5, 12.) „Der Tod iſt der Sünde Sold.“ (Röm. 5, 12.) „Welche Seele ſündigt, die ſoll ſterben“ (Heſek. 18, 20), des leiblichen Todes und des ewigen Todes, der Verdammnis. In dem Zuſtand und in der Form, wie Gott das Rohmaterial vor⸗ findet, kann er es unmöglich gebrauchen. Da muß er das ganze Material mit ſeinem Geſetz in Stücke zerſchlagen und es zermalmen. Dann aber beginnt er ſeine eigentliche Arbeit mit ſeinem Evangelium und ſchafft aus den zerſchlagenen Stücken ſein Werk. Der Arbeiter iſt Gott ſelbſt und ſonſt niemand. Wir ſind Gottes Werk und nicht das Werk eines andern. Gott wirkt ohne die Mit⸗ wirkung des Menſchen. Gott hat uns geſchaffen in Chriſto JEſu. Wir ſind ſein Geſchöpf, nicht unſer eigener Schöpfer. Leben kommt nur von Leben. Spontane Generation und Autogonie gibt es nicht auf dem Gebiet des natürlichen Lebens; und ebenſowenig gibt es ſpontane Generation oder Selbſtzeugung auf geiſtlichem Gebiet. „Gottes Gabe iſt es; nicht aus den Werken, auf daß ſich nicht jemand rühme.“ (Eph. 2, 8. 9.) Das Material wirkt in keiner Weiſe mit, weder durch Selbſtentſcheidung noch durch Unterlaſſung des mutwilligen Wider⸗ ſtrebens u. dgl., ſondern von Anfang bis zu Ende ſind wir Gottes Werk. „Der in euch angefangen hat das gute Werk, der wird's auch