# Synodical Conference Convention Proceedings_St. Louis Missouri_1914_S12 # AI-corrected against the scan — CHI Digital Archive (demonstration) 12 Verhandlungen der fünfundzwanzigſten Verſammlung wunderbaren Licht. (1 Petr. 2, 9.) Ja, Licht wird der Welt aus dieſem Tempel und durch dieſen Tempel in ihrer Finſternis zuteil. Chriſten ſind das Licht der Welt. (Matth. 5, 14.) Wahre Segensſtröme er⸗ gießen ſich von dieſem Tempel über die fluchbeladene Menſchheit. Chriſten ſollen nun aber auch allezeit bedenken, wie hoch ſie von Gott geehrt ſind, daß er ſie zu ſeinen Tempeln gemacht hat. Sie ſollen danach ſtreben, ihre Herzen als Wohnungen Gottes immer in ſolchem Stande zu erhalten, daß Gott ſich auch heimiſch darin fühlen kann, und ſollen nicht den Heiligen Geiſt Gottes betrüben. (Eph. 4, 30.) Chriſten ſollen ſich hüten, den Tempel Gottes zu entweihen. „Wiſſet ihr nicht, daß ihr Gottes Tempel ſeid, und der Geiſt Gottes in euch wohnet? So jemand den Tempel Gottes verderbet, den wird Gott verderben; denn der Tempel Gottes iſt heilig, der ſeid ihr.“ (1 Kor. 3, 16. 17.) — In dieſem Tempel hat nur ein Gott zu beſtimmen, was gelehrt und geglaubt werden ſoll; nur Gott hat zu ordnen, wie man leben ſoll. „Wer aber anders lehret und lebet, denn das Wort Gottes lehret, der entheiligt unter uns den Namen Gottes.“ Ein anderer Gott darf in dieſem Tempel nicht geduldet werden. „Was hat der Tempel Gottes für eine Gleiche mit den Götzen? Ihr aber ſeid der Tempel des lebendigen Gottes, wie denn Gott ſpricht: Ich will in ihnen wohnen und in ihnen wandeln und will ihr Gott ſein, und ſie ſollen mein Volk ſein. Darum gehet aus von ihnen und ſondert euch ab, ſpricht der HErr, und rühret kein Unreines an, ſo will ich euch annehmen und euer Vater ſein, und ihr ſollt meine Söhne und Töchter ſein, ſpricht der allmächtige HErr. Dieweil wir nun ſolche Verheißung haben, meine Liebſten, ſo laſſet uns von aller Befleckung des Fleiſches und des Geiſtes uns reinigen und fortfahren mit der Heiligung in der Furcht Gottes.“ (2 Kor. 6, 16—7, 1.) — Gott duldet keinen andern neben ſich in ſeinem Tempel. Er teilt ſeine Ehre mit keinem Götzen. Darum ſollen Chriſten auch ja dem großen Götzen Mammon keinen Platz in ihrem Herzen einräumen. „Ihr könnt nicht Gott dienen und dem Mammon.“ (Matth. 6, 24.) Gebe Gott, daß wir allezeit bedenken, daß wir ſeine Tempel ſind! 12. Leib Chriſti. (1 Kor. 12, 27.) „Ihr ſeid der Leib Chriſti“, ſagt der Apoſtel 1 Kor. 12, 27. Wer iſt dieſer Leib Chriſti? Die Gemeinde iſt der Leib Chriſti, heißt es Eph. 1, 22. 23; Kol. 1, 18. „Wir ſind Glieder ſeines Leibes, von ſeinem Fleiſch und von ſeinem Gebeine.“ (Eph. 5, 30.) „Alſo ſind wir viele ein Leib in Chriſto; aber untereinander iſt einer des andern Glied.“ (Röm. 12, 5; 1 Kor. 10, 17; Eph. 4, 25.) Wer iſt das Haupt dieſes Leibes? Chriſtus iſt das Haupt des Leibes, nämlich der Gemeinde, „welcher iſt das Ebenbild des unſicht⸗ baren Gottes, der Erſtgeborne vor allen Kreaturen. Denn durch ihn iſt