# Synodical Conference Convention Proceedings_St. Louis Missouri_1914_S10 # AI-corrected against the scan — CHI Digital Archive (demonstration) 10 Verhandlungen der fünfundzwanzigſten Verſammlung berge tun will. Seine Wand ſoll weggenommen werden, daß er ver⸗ wüſtet werde; und ſein Zaun ſoll zerriſſen werden, daß er zertreten werde. Ich will ihn wüſte liegen laſſen, daß er nicht geſchnitten noch gehackt werde, ſondern Diſteln und Dornen darauf wachſen. Und will den Wolken gebieten, daß ſie nicht darauf regnen.“ (Jeſ. 5, 5. 6.) Wenn der Herr des Weinbergs kommen wird, was wird er dieſen Weingärtnern tun? Sie ſprachen zu ihm: „Er wird die Böſewichte übel umbringen und ſeinen Weinberg andern Weingärtnern austun, die ihm die Früchte zu rechter Zeit geben.“ JEſus ſprach zu ihnen: „Das Reich Gottes wird von euch genommen und den Heiden ge⸗ geben werden, die ſeine Früchte bringen.“ (Matth. 21, 40—43; vgl. 13, 30. 41. 42.) Chriſten aber ſind Gottes gutes, fruchttragendes Ackerwerk. Wenn der Säemann den guten Samen des Wortes Gottes ausſtreut, fällt etliches auf ein gutes Land, auf den Acker eines feinen, guten Herzens, welches das Wort hört und bewahrt und Frucht bringt in Geduld, etliches dreißig⸗, etliches ſechzig⸗, etliches hundertfältig. (Matth. 13, 8. 23; Luk. 8, 8. 15.) — Gott aber, als ein guter Weingärtner, arbeitet immerfort, daß der Ertrag je länger, je mehr werde. Eine jegliche Rebe, die da Frucht bringt, wird er reinigen, daß ſie mehr Frucht bringe. (Joh. 15, 2.) Durch die Frucht wird Gottes Ehre gefördert. „Darinnen wird mein Vater geehrt, daß ihr viel Frucht bringet.“ (Joh. 15, 8.) Darum betet Paulus für die Philipper: „Daß ihr erfüllet werden möget mit Früchten der Gerechtigkeit, die durch JEſum Chriſtum geſchehen in euch zur Ehre und Lobe Gottes.“ (Phil. 1, 11.) Es wird auch durch die Früchte der Glaubensſtand der Chriſten vor der Welt offenbar. „Dabei wird jedermann erkennen, daß ihr meine Jünger ſeid, ſo ihr Liebe unter⸗ einander habt.“ (Joh. 13, 35.) Und dadurch wird wiederum Gottes Lob erhöht. Wenn Leute die guten Werke der Chriſten ſehen, werden ſie dadurch veranlaßt, den Vater im Himmel zu preiſen. (Matth. 5, 16.) Ja, auch die Chriſten ſelbſt können wohl an ihrem Beſtreben, gott⸗ gefällige Früchte zu bringen, ihren Gnadenſtand verſpüren. 11. Tempel Gottes. (1 Kor. 3, 16.) „Meineſt du auch, daß Gott bei den Menſchen auf Erden wohne? Siehe, der Himmel und aller Himmel Himmel kann dich nicht verſorgen; wie ſollt' es denn das Haus tun, das ich gebauet habe?“ (2 Chron. 6, 18.) So betete Salomo bei der Einweihung des herrlichen Tempels zu Jeruſalem. Und der Apoſtel Paulus beſtätigt ſolches in ſeiner Rede auf dem Richtplatz zu Athen: „Gott, der die Welt gemacht hat und alles, was darinnen iſt, ſintemal er ein HErr iſt Himmels und der Erde, wohnet er nicht in Tempeln, mit Händen gemacht.“ (Apoſt. 17, 24.) Zu den Chriſten aber ſpricht der Heilige Geiſt: „Ihr ſeid