# Synodical Conference Convention Proceedings_St. Louis Missouri_1914_S7 # AI-corrected against the scan — CHI Digital Archive (demonstration) der Ev.⸗Luth. Synodalkonferenz von Nordamerika. 1914. 7 reckte die Hand aus über ſeine Jünger und ſprach: „Siehe da, das iſt meine Mutter und meine Brüder. Denn wer den Willen tut meines Vaters im Himmel, derſelbige iſt mein Bruder, Schweſter und Mutter.“ (Matth. 12, 46—50.) Auch wenn er wiederkommen wird in ſeiner Herrlichkeit und alle heiligen Engel mit ihm, dann wird er im öffent⸗ lichen Weltgericht ſeine Jünger als ſeine Brüder anerkennen. „Was ihr getan habt einem unter dieſen meinen geringſten Brüdern, das habt ihr mir getan.“ (Matth. 25, 40.) Ja, Chriſten ſind Chriſti wieder⸗ geborne Brüder. Wir ſind wiederum geboren, nicht aus vergäng⸗ lichem, ſondern aus unvergänglichem Samen, nämlich aus dem leben⸗ digen Wort Gottes, das da ewiglich bleibet. (1 Petr. 1, 23.) Und wie viele ihn aufnahmen, denen gab er Macht, Gottes Kinder zu werden, die an ſeinen Namen glauben, welche nicht von dem Geblüt noch von dem Willen des Fleiſches noch von dem Willen eines Mannes, ſondern von Gott geboren ſind. (Joh. 1, 12. 13; vgl. auch 1 Joh. 5, 1; Jak. 1, 18; Joh. 3, 3.) Ihrem Bruder ſind Chriſten in vielen Stücken ähnlich. Chriſtus ward geſalbt mit dem Heiligen Geiſt. „Gott hat denſelbigen JEſum von Nazareth geſalbt mit dem Heiligen Geiſt und Kraft.“ (Apoſt. 10, 38; vgl. auch Luk. 4, 18; Apoſt. 4, 27.) Chriſtus war erfüllt mit dem Heiligen Geiſt, war voll Heiliges Geiſtes (Luk. 4, 1), vom Vater verſiegelt (Joh. 6, 27). Durch Chriſtum ſind auch die Chriſten vom Vater geſalbt, erfüllt, verſiegelt mit dem Heiligen Geiſt. „Gott iſt's, der uns befeſtiget ſamt euch in Chriſtum und uns geſalbet und verſiegelt und in unſere Herzen das Pfand, den Geiſt, gegeben hat.“ (2 Kor. 1, 21. 22; vgl. 1 Joh. 2, 20. 27; Apoſt. 2, 4; 9, 17; 4, 8. 31; 6, 5; Eph. 5, 18.) Durch Chriſtum ſind die, die da glauben, verſiegelt mit dem Heiligen Geiſt der Verheißung. (Eph. 1, 13; vgl. 4, 30; 2 Tim. 2, 19.) — Chriſtus hat gelitten, iſt gekreuzigt, begraben; er iſt wieder auferweckt und gen Himmel gefahren. Alle dieſe Taten Chriſti und ihre ſelige Frucht beſitzen ſeine Brüder jetzt ſchon geiſt⸗ licherweiſe im Glauben, ſo daß von ihnen geſagt werden kann, ſie leiden mit Chriſto, ſind mit ihm gekreuzigt, begraben uſw. Paulus ſuchte „zu erkennen Chriſtum und die Kraft ſeiner Auferſtehung und die Gemein⸗ ſchaft ſeiner Leiden, daß ich ſeinem Tode ähnlich werde“. (Phil. 3, 10.) „Wir ſind ſamt Chriſto begraben durch die Taufe in den Tod, auf daß, gleichwie Chriſtus iſt auferweckt von den Toten durch die Herrlichkeit des Vaters, alſo ſollen auch wir in einem neuen Leben wandeln.“ (Röm. 6, 4; vgl. V. 6. 8; 2 Kor. 4, 10. 11.) Auch leiblicherweiſe werden ſie in dieſen Stücken ihrem Bruder ähnlich werden, hier im Leiden, hernach in der Herrlichkeit. Wir ſind Miterben Chriſti, ſo wir anders mit leiden, auf daß wir auch mit zur Herrlichkeit erhaben werden. (Röm. 8, 17.) — Chriſtus iſt der Richter der Lebendigen und der Toten. In dem Weltgericht werden Chriſten die Beiſaſſen ihres Bruders ſein. „Wiſſet ihr nicht, daß die Heiligen die Welt richten werden?“ (1 Kor. 6, 2; vgl. Matth. 19, 28.)