# Synodical Conference Convention Proceedings_St. Louis Missouri_1912_S29 # AI-corrected against the scan — CHI Digital Archive (demonstration) der Ev.⸗Luth. Synodalkonferenz von Nordamerika. 1912. 29 Hälfte der Einwohner beſteht aus Negern. Die beſten, intelligenteſten Neger halten ſich zu uns. Seit dem erſten Sonntag im Juli 1911 arbeitet der junge Negerpaſtor Eugene R. Berger an dieſer Station. Die Miſſion beſitzt eine Kapelle, die zugleich als Schule benutzt wird. Das Gebäude hat einen Wert von $1400.00. Der Bauplatz, 75×150 Fuß, iſt etwa $200.00 wert. Die Gottesdienſte werden gut beſucht. Die Wochenſchule, die ſeit Lehrer W. Schriebers Verſetzung nach New Orleans von Miſſionar Berger gehalten wird, hat etwa 80 Kinder auf der Liſte, die Sonntagsſchule 92. Etwa 50 Seelen ſtehen unter der Pflege des Miſſionars. Obwohl bereits neun Jahre in Napoleonville gearbeitet wird, ſo iſt es doch immer noch nicht zur Gründung einer Gemeinde gekommen. Das rührt hauptſächlich daher, daß faſt alles in der Loge ſteckt, nicht nur die Männer, ſondern auch die Frauen und Kinder. Von dieſen Logen wollen die Leute nicht laſſen, da ſie meinen, ſolche Verbindungen für ihr zeitliches Wohlergehen dringend nötig zu haben; und wir auf der andern Seite können die Logen nicht anerkennen. Wenn wir nun auch ſo weit keine äußeren Erfolge aufweiſen können, ſo wiſſen wir doch, daß Gottes Wort auch hier nicht umſonſt gepredigt, daß es nicht leer zurückkommen, ſondern Frucht bringen wird, wenn wir es auch nicht wahrnehmen. — In dem Negerdorf Bertrandville, drei Meilen von Napoleonville, ſtanden bisher etwa 30 Seelen unter Miſſionar Bergers Pflege. Er hat dort regelmäßig gepredigt und Sonntagsſchule gehalten. Die Verhältniſſe ſind hier dieſelben wie in Napoleonville. c. Manſura, St. Paul. (Miſſionar: Negerpaſtor Chas. Peay.) Manſura, ein großes Kreolendorf, liegt ungefähr 92 Meilen nordweſtlich von Napoleonville und 153 Meilen von New Orleans. Etwas über zwei Meilen nördlich vom Dorf ſteht unſere Kirche, daneben das Pfarr⸗ haus. Die Kirche iſt $700.00 wert, die Pfarrwohnung mit Zubehör $1000.00 und die zwei Acker Land $100.00. Die Kirche iſt letzten Herbſt von einem ſchweren Sturm ziemlich beſchädigt worden. Die Glieder haben aber ihr Gotteshaus wieder notdürftig inſtand geſetzt. Im Herbſt jedoch wird wohl eine gründlichere Reparatur nötig werden. Die Gemeinde zählt 135 Seelen, 82 kommunizierende Glieder und 26 Stimmfähige. Die Wochenſchule wird von 30 Kindern beſucht, die Sonntagsſchule von 42. Die Schule hat leider etwas abgenommen. Das kommt daher, daß die große katholiſche Gemeinde im Dorf nun eine eigene Schule für die Neger angefangen hat, eben um unſerer Miſſion Abbruch zu tun. Unſere Leute ſind meiſtens aus der römiſchen Kirche zu uns gekommen und freuen ſich der Freiheit, die ſie nun haben und genießen. Sie kommen fleißig zur Kirche und gehen oft zum heiligen Abendmahl. Sie zeichnen ſich aus durch einen chriſtlichen Wandel und ſtehen in gutem Ruf bei ihren Nachbarn. Kurz, die Manſuraer Gemeinde iſt eine Muſtergemeinde für unſere Negerge⸗ meinden wie auch für manche weiße Gemeinde. — Paſtor Peay hat letztes Jahr Alexandria, La., beſucht und ſich dort drei Tage aufgehalten.