# Synodical Conference Convention Proceedings_St. Louis Missouri_1910_S44 # AI-corrected against the scan — CHI Digital Archive (demonstration) 44 Verhandlungen der dreiundzwanzigſten Verſammlung e. Die Miſſionsgemeinden ſollten in der rechten Weiſe und im rechten Geiſte dazu erzogen und angehalten werden, für die Erhaltung des Predigtamtes in ihrer Mitte und für die Bedürfniſſe der Miſſion fleißiger und regelmäßiger beizutragen. Das kann aber in vielen Fällen durch einen Miſſionsdirektor beſſer geſchehen als durch den Miſſionar, der bei den Leuten leicht in den Verdacht kommt, daß er es nur auf das Geld abgeſehen habe, wie das ja leider bei den land⸗ läufigen Negerpaſtoren nur zu häufig der Fall iſt. f. Der Miſſionsdirektor könnte auch das Intereſſe für die Neger⸗ miſſion in unſern weißen Gemeinden beleben und heben, teils durch Vertretung dieſer Miſſion auf Synodalverſammlungen und Konfe⸗ renzen, teils durch Vorträge und Predigten in den einzelnen Ge⸗ meinden, durch Korreſpondenz und durch Berichte in der „Miſſions⸗ taube“. g. Endlich würde auch die Erweiterung der Miſſion auf neue Ge⸗ biete nach eingehender Beratung mit unſern Miſſionaren oder infolge von Exploration in den Negerzentren des Südens energiſcher betrieben werden können. Darauf werden wir in Zukunft ebenfalls unſere Auf⸗ merkſamkeit zu richten haben, damit die uns durch unſere Anſtalten geſchenkten Sendboten in die Arbeit geſtellt und dem HErrn immer mehr Mohren geboren werden. Wir haben ja eigentlich die Miſſion unter der großen Maſſe der Neger unſers Landes erſt angefangen. Durch Anſtellung eines Miſſionsdirektors würde der Miſſions⸗ kaſſe eine Mehrausgabe von wenigſtens $2000.00 erwachſen. Doch wäre dieſe Mehrausgabe nach unſerer überzeugung nicht nur völlig gerechtfertigt, ſondern es läßt ſich auch erwarten, daß ſie infolge der Tätigkeit des Miſſionsdirektors im Intereſſe der Miſſion mehr als ge⸗ deckt werden wird. Die Ehrw. Synodalkonferenz wolle dieſe Sache einer eingehenden Beratung unterziehen. 10. Die Abbonnentenzahl der „Miſſionstaube“ hat in den letzten zwei Jahren um etwa 1000 zugenommen (ſie beträgt jetzt 23,800), die des Lutheran Pioneer um 500 (jetzt 5500). Wenn man bedenkt, daß die „Miſſionstaube“ vor 31 Jahren bereits 13,000 Abbonnenten hatte (Ber. 1879, S. 37), und die Synodalkonferenz ſeitdem ein wunderbares Wachstum erfahren hat, ſo iſt die geringe Verbreitung der „Miſſionstaube“ befremdlich. Ohne Zweifel hätte unſere Miſſions⸗ kaſſe größere Einnahmen, wenn unſer Miſſionsblatt mehr geleſen würde. Auch der Lutheran Pioneer ſollte einen weiteren Leſerkreis haben, zu⸗ mal da in unſern Gemeinden die engliſche Sprache ſich immer mehr einbürgert. Prof. Biſchoff hat der Miſſion durch Redigierung dieſes Blattes wieder dankenswerte Dienſte geleiſtet. Die Kommiſſion bittet darum, die werten Vertreter der Synodalkonferenz möchten ſich die Verbreitung unſerer beiden Miſſionsblätter angelegen ſein laſſen. 11. Der treue Freund unſerer Negermiſſion, „Herr Unbekannt“, hat auch in den beiden letzten Jahren unſerm Kaſſierer ſeinen Beſuch abgeſtattet und ihm jedesmal $500.00 für die Negermiſſion übergeben.