# Synodical Conference Convention Proceedings_St. Louis Missouri_1910_S43 # AI-corrected against the scan — CHI Digital Archive (demonstration) der Ev.⸗Luth. Synodalkonferenz von Nordamerika. 1910. 43 von ihrem mannigfachen Nutzen überzeugt. Iſt nun ſchon auf dem Gebiete unſerer ſogenannten Inneren Miſſion ein Miſſionsleiter nötig und der Miſſion förderlich, wieviel mehr noch wird das bei der Neger⸗ miſſion zutreffen! Die Gründe der Kommiſſion für genannte Empfehlung ſind namentlich folgende: a. So gern auch die Glieder der Kommiſſion der Sache dienen, ſo kann doch von ihnen nur die allernotwendigſte Arbeit beſorgt werden. Sie nehmen die Berichte der Miſſionare entgegen, beraten dieſe, führen die damit verbundene Korreſpondenz und verſuchen, das Miſſionsgebiet innerhalb zweier Jahre zu viſitieren. Das iſt nicht genügend. Es kann aber nicht mehr geſchehen bei der jetzigen Einrichtung, denn das Geſamtgebiet unſerer Negermiſſion iſt zu ausgedehnt, die Korreſpondenz ſehr groß, und die Gegenſtände, die zur Beratung vorliegen, ſind immer ſehr zahlreich, und dabei ſind die Glieder der Kommiſſion ſämtlich vollauf beſchäftigt mit der Arbeit an ihren Gemeinden in der Groß⸗ ſtadt oder, wie Prof. Mezger, mit ſeinen Vorleſungen im Seminar. b. Es ſollte und könnte aber für den gedeihlichen Fortgang der Miſſion mehr geſchehen. Unſere Miſſionsgemeinden und Anſtalten ſollten regelmäßig beſucht werden. Einmal um unſerer Miſſions⸗ arbeiter willen. Für unſere weißen Miſſionare iſt es ein Bedürfnis, des öftern mit weißen Amtsbrüdern zu verkehren, um ſich zu ſtärken in ihrem ſchwierigen Beruf. Unſern farbigen Amtsbrüdern iſt nicht minder ein möglichſt reger Verkehr mit der Leitung der Miſſion von⸗ nöten, damit ſie nicht in eine Sonderſtellung in der Miſſion geraten, ſondern, je länger deſto mehr mit ihren Brüdern in der Synodalkon⸗ ferenz eng verbunden, ſamt ihnen treulutheriſche Paſtoren werden und bleiben. Sodann müſſen wir auch darauf bedacht ſein, unſere Miſſions⸗ gemeinden in enger Berührung mit der Miſſionsleitung zu erhalten, damit ſie den Einflüſſen der ſie umgebenden Sektengemeinden und ⸗paſtoren immer weniger ausgeſetzt werden. Endlich kann ein mit den lokalen Verhältniſſen vertrauter Mann über dieſelben viel ſicherer urteilen als jemand, der ſich aus der Ferne informiert. c. Das Bewußtſein der Zuſammengehörigkeit unter unſern Miſ⸗ ſionsgemeinden ſollte gehoben und gefördert werden. Der Miſſions⸗ direktor wäre ein beſtändiger Vermittler von Nachrichten zwiſchen den einzelnen Miſſionen, und unter ſeiner Leitung ließe ſich nach und nach etwas wie eine ſynodale Verbindung anbahnen und pflegen, was nur zur Befeſtigung der Gemeinden im Bekenntnis und zur Durchführung geſunder Praris dienen könnte. d. Das Miſſionswerk könnte ſyſtematiſcher betrieben werden. Bis⸗ her hat es, ſonderlich in den letzten Jahren, nur mehr ſtückweiſe aus⸗ geführt werden können. Dabei kommen denn gar zu leicht Gaben und Kräfte nicht zu völliger Verwertung. Die uns von Gott aufgetragene wichtige Miſſion unter den Negern iſt es aber wahrlich wert, daß ſie planmäßig, zielbewußt und wohlgeregelt ausgeführt werde.