# Synodical Conference Convention Proceedings_St. Louis Missouri_1910_S39 # AI-corrected against the scan — CHI Digital Archive (demonstration) der Ev.⸗Luth. Synodalkonferenz von Nordamerika. 1910. 39 konferenz iſt ſo groß und ſo wohlhabend, daß die Koſten der Neger⸗ miſſion für ſie eine Kleinigkeit ſind. Aber ſie müſſen aufgebracht wer⸗ den, und da liegt nach unſerer Wahrnehmung der Fehler, daß nicht allgemein, das heißt, in allen Gemeinden der Synodalkonferenz, regel⸗ mäßig und ausreichend für die Negermiſſion kollektiert wird. Das iſt jedoch unumgänglich nötig, wenn wir wirklich mit Erfolg Negermiſſion treiben wollen. So, wie es jetzt ſteht, darf es nicht bleiben. Seit Jahren hat die Negermiſſion keine bedeutende Erweiterung an Miſſions⸗ gebiet erfahren; unſere Arbeiter, namentlich unſere weißen Arbeiter, haben bei all den Opfern, die ſie perſönlich bringen, ein kärgliches Auskommen. Bei Auswärtigen wird der Eindruck erweckt, als ob unſere Negermiſſion doch nur ſo nebenbei getrieben werde, und ſie kommt ſo in Mißkredit. Die Miſſionskommiſſion muß ſich jahraus, jahrein mit Schulden herumſchlagen, bittet um Abhilfe und wird über⸗ hört, ſo daß es auch ihr ſcheinen will, ſie treibe eine verlaſſene Sache. So darf es nicht bleiben; das wirkt niederdrückend, ſetzt dem ganzen Miſſionswerk einen Dämpfer auf. Die Ehrw. Synodalkonferenz wird hiermit dringend gebeten, dieſem übelſtand abzuhelfen, damit daraus nicht noch größerer Schade für unſere Miſſion erwachſe. 4. Es wurde bereits angedeutet, daß namentlich unſere weißen Miſſionsarbeiter im allgemeinen eine Gehaltsaufbeſſerung nötig haben. Sie ſollten finanziell ſo geſtellt ſein, daß ſie nicht nur das Leben haben, ſondern im Süden, unter einer darauf ſehenden Bevölkerung, doch einigermaßen ihrer Stellung entſprechend leben können. Das iſt zu ihrem Wohlbefinden nötig. Unſere farbigen Paſtoren und Lehrer ſind inſofern günſtiger geſtellt als die weißen, als ſie den Verhältniſſen ihrer Volksgenoſſen gemäß zu leben und ſich um ihre ſoziale Stellung unter der weißen Bevölkerung des Südens nicht weiter zu kümmern haben. Darauf müſſen aber unſere weißen Miſſionsarbeiter nicht achten. Sie müſſen eine angemeſſene Wohnung haben, für die ſie mit wenigen Ausnahmen Miete zahlen; da iſt denn ein Gehalt von $50.00 bis $75.00, je nach der Größe der Familie, nicht ausreichend bei den jetzigen Koſten des Lebensunterhalts. Unſere Profeſſoren haben zudem, da ihnen keine größere Anſtaltsbibliothek zur Verfügung ſtand, zu ihrer Fortbildung bedeutende Ausgaben in der Beſchaffung unentbehrlicher Bücher gehabt. Wir möchten die Ehrw. Synodalkonferenz um ihre Meinung in der Gehaltsfrage bitten. 5. Die Fakultät des Immanuel⸗College in Greensboro, N. C., bittet um eine Zentralheizung unter folgender Begründung: a. Dadurch würde gleichmäßige Temperatur im ganzen Gebäude erzielt, und das wäre wichtig für die Geſundheit ſowohl der Lehrer als auch der Schüler. b. Es würden nicht ſo viele Kohlen verbraucht wie jetzt. c. Dieſe Einrichtung würde zur Reinlichkeit im Gebäude und zur Erhaltung desſelben weſentlich beitragen.