# Synodical Conference Convention Proceedings_St. Louis Missouri_1910_S38 # AI-corrected against the scan — CHI Digital Archive (demonstration) 38 Verhandlungen der dreiundzwanzigſten Verſammlung zuſtehenden Rechtes durch die Wahl der Paſtoren W. Hallerberg und L. A. Wisler von St. Louis. Gegen Ende letzten Jahres zog der Kaſſierer für Negermiſſion, Herr H. A. Schenkel, von St. Louis fort und trat damit aus der Kommiſſion aus. An ſeiner Stelle wurde Herr H. L. Döderlein von St. Louis gewählt. Herr Schenkel war ein treues, eifriges Glied der Kommiſſion, diente gern mit Rat und Tat und war unermüdlich auf die Förderung unſerer Miſſion bedacht. Die Kommiſſion, deren nunmehrige Glieder faſt ganz neu und daher mit der Negermiſſion mehr oder weniger unbekannt waren, haben ſich red⸗ lich bemüht, ihre Aufgabe zu erfaſſen und nach beſtem Wiſſen und Ge⸗ wiſſen zu löſen. Sie hat monatlich regelmäßig Verſammlungen ge⸗ halten, außerdem aber noch viele Extraverſammlungen, und über ihre Verhandlungen genau Protokoll geführt. 3. Zwar haben wir in der Negermiſſion gegenwärtig nicht ſo viele Vakanzen wie vor zwei Jahren, und doch iſt es nicht möglich geweſen, alle zu beſetzen, zum Teil aus Mangel an den nötigen Arbeitern, zum Teil aber, und vornehmlich, aus Mangel an den erforderlichen Mitteln. Es wäre der Kommiſſion eine große Freude geweſen, wenn ſie der Synodalkonferenz hätte berichten können: Die Kaſſenſchuld iſt abge⸗ tragen, und wir haben die Miſſion nicht nur ausreichend inſtandhalten, ſondern auch noch beträchtlich erweitern können. Wohl iſt die Schuld verringert worden, aber noch beträgt ſie $6000.00, und um nicht wieder tiefer hineinzugeraten, mußte die Kommiſſion, ſo leid es ihr auch tat, begehrte Gehaltserhöhungen und nötige Reparaturen noch hinausſchie⸗ ben und durfte nicht an beſondere Schritte zur Ausbreitung unſerer Miſſion denken. Es iſt zu bedauern, daß es ſo ſteht. Seit Jahren hat es in der Negermiſſion nicht ſo geſtanden; die Einnahmen haben ſich verringert, wie ein Vergleich ausweiſen wird. Der Kaſſenbericht an die Synodalkonferenz in Chicago im Jahre 1906 wies eine Geſamt⸗ einnahme von $62,522.28 auf, der Kaſſenbericht, der vor zwei Jahren in New Ulm, Minn., vorgelegt wurde, eine Geſamteinnahme von $74,502.49; der diesjährige Kaſſenbericht dagegen ergibt eine Ge⸗ ſamteinnahme von nur $58,462.62. Woher mag dieſe Abnahme kom⸗ men? Sie kann nicht dadurch veranlaßt worden ſein, daß unſern Ge⸗ meinden die finanzielle Lage der Negermiſſion nicht geſchildert worden wäre; denn in den Synodalblättern hat die Kommiſſion ſeinerzeit einen beſonderen Hilferuf erſchallen laſſen, und in der „Miſſions⸗ taube“ iſt immer wieder auf unſere Not aufmerkſam gemacht und um Hilfe gebeten worden. Oder hat der Sinn, die Liebe für die Miſſion, ſpeziell für die Negermiſſion, ſo ſtark abgenommen, daß wir anfangen müſſen, ſie einzuſchränken? Das glauben wir nicht; denn wir haben gefunden, daß allenthalben, wo die Negermiſſion recht dargeſtellt, ihre Lage geſchildert und ihre Bedürfniſſe unſern Chriſten klar gemacht und ans Herz gelegt wurden, da auch reichlich Gaben für die Negermiſſion floſſen. Wenn das überall in unſern Gemeinden geſchehen würde, dann hätte die Negermiſſion keinen Mangel an Geld. Die Synodal⸗