# Synodical Conference Convention Proceedings_St. Louis Missouri_1910_S22 # AI-corrected against the scan — CHI Digital Archive (demonstration) 22 Verhandlungen der dreiundzwanzigſten Verſammlung heilt. Er hat ſein Leben zum Schuldopfer für uns gegeben. Er iſt der Hoheprieſter, der ſich ſelbſt auf dem Altar des Kreuzes als eine Verſöhnung für unſere Sünde geopfert hat. Und das Blut JEſu Chriſti, des Sohnes Gottes, macht uns rein von aller Sünde. Zu dieſem Erbe ſind wir zuvor verordnet. Wir ſind zum Erbteil gekommen, „die wir zuvor verordnet ſind nach dem Vorſatz des, der alle Dinge wirket nach dem Rat ſeines Willens“, Eph. 1, 11. Chri⸗ ſtus iſt nicht zufällig auf die Erde gekommen, nicht zufällig in Leiden und Sterben geraten. Und Gott hat nicht nachträglich die Gelegenheit erkannt, auf dieſe Weiſe die Sünder ſelig zu machen. Nein, alles dieſes war von Ewigkeit beſchloſſen, daß es alſo geſchehen ſollte. Alles dieſes iſt „nach der Schrift“ geſchehen, wie es vorhergeſagt und vorher ge⸗ ſchrieben war, lange ehe es geſchah. Dieſes Erbe iſt für alle, die durch den Glauben ge⸗ heiligt werden, Apoſt. 26, 18. Der Glaube aber kommt aus der Predigt, das Predigen aber durch das Wort Gottes. Willſt du darum ein Erbe Gottes ſein, ſo ſuche in der Schrift, die von Gott eingegeben iſt und dich weiſe machen kann zur Seligkeit durch den Glauben an Chriſtum JEſum. Biſt du ein Miterbe Chriſti? Biſt du ein Mitleider Chriſti? Wer mit Chriſto leidet, ſoll auch mit Chriſto zur Herrlichkeit erhoben werden. Mit Chriſto leiden heißt um Chriſti willen leiden; dieſelben Leiden erdulden, die er erduldet hat, und aus demſelben Grunde; um Gerechtigkeit willen leiden; Unrecht, Verleumdung, Ver⸗ folgung erleiden, nur weil man Chriſtum bekennt. „Denn euch iſt gegeben, um Chriſti willen zu tun, daß ihr nicht allein an ihn glaubet, ſondern auch um ſeinetwillen leidet“, Phil. 1, 29. Wie Chriſtus, ſo müſſen auch wir Chriſten durch viel Trübſal ins Reich Gottes gehen. Apoſt. 14, 22. Darum ſollen wir uns im Leiden freuen. Denn „aus allen“ (Verfolgung und Leiden) „hat mich der HErr erlöſet. Und alle, die gottſelig leben wollen in Chriſto JEſu, müſſen Verfolgung leiden“, 2 Tim. 3, 11. 12. „Freuet euch, daß ihr mit Chriſto leidet, auf daß ihr auch zu der Zeit der Offenbarung ſeiner Herrlichkeit Freude und Wonne haben möget“, 1 Petr. 4, 13 ff. So waren auch die Apoſtel fröhlich, „daß ſie würdig geweſen waren, um ſeines (JEſu) Namens willen Schmach zu leiden“, Apoſt. 5, 41. Wenn wir darum auch den bitteren Leidenskelch trinken, ſo wiſſen wir doch, daß es des Vaters Hand iſt, die ihn reicht, und unter Tränen ſprechen wir: „Abba, Vater!“ Wie Chriſtus, ſo wir. Mark. 14, 36. Gott hat uns zu ſeinen Kindern gemacht; und „ſind wir denn Kinder, ſo ſind wir auch Erben, nämlich Gottes Erben und Miterben Chriſti, ſo wir anders mit leiden, auf daß wir auch mit zur Herrlichkeit er⸗ haben werden“, „zu der herrlichen Freiheit der Kinder Gottes“. Röm. 8, 17. 21.