# Synodical Conference Convention Proceedings_St. Louis Missouri_1910_S21 # AI-corrected against the scan — CHI Digital Archive (demonstration) der Ev.⸗Luth. Synodalkonferenz von Nordamerika. 1910. 21 Haben wir mit Chriſto denſelben Vater, ſo haben wir auch mit ihm dasſelbe Erbe. „Miterben Chriſti, ſo wir anders mit leiden, auf daß wir auch mit zur Herrlichkeit erhaben werden“, Röm. 8, 17; vgl. Gal. 4, 7. Worin beſteht das Erbe? „Denn aller Zeug, der wider dich zubereitet wird, dem ſoll nicht gelingen; und alle Zunge, ſo ſich wider dich ſetzt, ſollſt du im Gericht verdammen. Das iſt das Erbe der Knechte des HErrn und ihre Gerechtigkeit von mir, ſpricht der HErr“, Jeſ. 54, 17. Schon für dieſes Leben wiſſen wir, daß denen, die Gott lieben, alle Dinge zum beſten dienen. Und iſt Gott für uns, wer mag wider uns ſein? Und am Tage des Gerichts ſprechen wir: „Wer will die Auserwählten Gottes beſchuldigen? Gott iſt hie, der da gerecht macht. Wer will verdammen?“ Röm. 8, 28. 31. 33. Und das iſt ein unvergängliches Erbe, 1 Petr. 1, 4. In dieſer Welt können Feuer und Waſſer, Sturm und Peſt und Erdbeben, Krieg und Räuber allen unſern Beſitz vernichten, wie ſchon oft geſchehen iſt. Aber unſer himmliſches Erbe iſt all ſolchen Gefahren weit entrückt. Es iſt gut verſichert. Das Erbe iſt unbefleckt. Es iſt nicht verunreinigt. Es iſt nicht vermiſcht. Es iſt echt. Es iſt unanfechtbar. Das Erbe iſt unverwelklich. Es verliert nichts von ſeiner Friſche, von ſeinem Glanz, von ſeinem Wert. Irdiſche Wertpapiere können ſteigen und fallen; ja ſie können ganz wertlos werden. Nicht ſo unſer himmliſches Erbe. Das braucht nicht immer wieder in Ordnung gebracht zu werden. Das bleibt aus ſich ſelbſt in friſchem Zuſtande. Das Erbe wird uns behalten im Himmel. Schon manch ein Erbe, der ſein Gut antreten wollte, hat es im Beſitz eines Prätendenten ge⸗ funden; und es war ihm nicht möglich, den Betrüger zu vertreiben. Nicht ſo mit unſerm Erbe. Wenn wir ſo weit ſind, es anzutreten, werden wir es wohlbehalten vorfinden. Chriſtus ſagt: „Ich gehe hin, euch die Stätte zu bereiten“: und er hält ſie auch für uns. Erben ſind wir durch Chriſtum. „Sind's aber Kinder, ſo ſind's auch Erben Gottes durch Chriſtum“, Gal. 4, 7. „Durch welchen (Chriſtum) wir auch ſind zum Erbteil kommen“, Eph. 1, 11. Wie es Gottes, nicht unſer Werk iſt, daß wir Gottes Kinder ſind, ſo iſt es Gottes Gnade, nicht unſer Verdienſt, daß wir Erben ſind. Es liegt in der Natur der Sache, daß man ein Erbe nicht erarbeitet, nicht verdient, nicht erkauft. Ein Erbe iſt etwas, was ein anderer erworben und uns hinterlaſſen hat. Chriſtus hat unſer himmliſches Erbe er⸗ worben, und er übergibt es uns als freies Geſchenk. Er hat einen heiligen Lebenswandel geführt, ſo heilig, daß keiner ihn einer Sünde zeihen konnte, ſo heilig, daß auch der heilige Gott Wohlgefallen an ihm hatte. Dann hat Chriſtus für unſere Sünde gelitten, der Unſchuldige für die Schuldigen. Er iſt um unſerer Miſſetat willen verwundet und um unſerer Sünde willen zerſchlagen. Durch ſeine Wunden ſind wir ge⸗