# Synodical Conference Convention Proceedings_St. Louis Missouri_1910_S8 # AI-corrected against the scan — CHI Digital Archive (demonstration) 8 Verhandlungen der dreiundzwanzigſten Verſammlung So auf allen Gebieten; ſo beſonders geiſtlicherweiſe durch das Evan⸗ gelium. Man kann bei dieſem Namen auch daran denken, daß Salz Eis auftaut, ſo daß Waſſer fließen. So verwandeln Chriſten die Wüſte dieſer Erde in einen Luſtgarten Gottes. Salz hat auch heilende Kraft und wird vielfach zu medizi⸗ niſchen Zwecken verwandt. Es reinigt und ſtärkt. Salzbäder haben ſchon manchem Schwachen neues Leben gebracht. Chriſten ſind den ſündenkranken, in Sünden toten Völkern der Heidenwelt ein Salz geworden. Sie haben ihnen Geſundheit, Leben und Kraft gebracht. Man denke daran, was das Evangelium in alten Zeiten ausgerichtet hat! Man ſchaue, was es noch heute auf allen Miſ⸗ ſionsfeldern ausrichtet! — Aber auch für allerlei Schäden in der Politik, im Geſchäft, in der Geſellſchaft ꝛc. ſollen Chriſten ein heilendes Salz ſein. Wie aber das Salz nur da wirkt, wo es in den betreffenden Gegenſtand eindringt, ſo können auch Chriſten ihre Salznatur nicht in einem Eremitenleben betätigen, ſondern müſſen ſich in einem gewiſſen Sinne einmengen, nicht eigenmächtig, ſondern wie ihr Beruf es mit ſich bringt, alſo da, wo Gott ſelbſt ſie einmengt. über die Art und Weiſe jedoch, wie das in jedem einzelnen Falle zu geſchehen hat, laſſen ſich aus dem allgemeinen Bild keine beſtimmten Vorſchriften ableiten. „Nun, wie das Salzen zugehe, iſt leicht zu verſtehen, nämlich daß man ſoll auftreten und ſagen: Alles, was auf Erden geboren iſt und lebt, das iſt kein nutz, faul und verderbt vor Gott. Denn weil er dürre und klar ſagt, ſie ſollen ſein ein Salz der Erden, das iſt, über alles, was die Welt iſt, ſo muß folgen, daß alles, was in der Welt iſt und Fleiſch oder Menſch heißt, muß geſtraft und durchſalzen werden, alſo daß man aller Welt Heiligkeit, Weisheit, Gottesdienſt, von ihnen ſelbſt erfunden außer Gottes Wort, verdamme, als das des Teufels iſt und in Abgrund der Hölle gehöret, wo ſich's nicht an Chriſtum allein hält.“ (Erl. 43, 68.) Mögen Chriſten es nie vergeſſen, daß ſie von Gott ſo hoch begnadet und zum Salz der Erde ernannt ſind! Mögen ſie nie ein dummes Salz werden und die Drohung des HErrn ſie treffen: „Es iſt zu nichts hin⸗ fort nütze, denn daß man es hinausſchütte und laſſe es die Leute zer⸗ treten.“ 2. „Ihr ſeid das Licht der Welt.“ (Matth. 5, 14.) Das Licht der Welt iſt Chriſtus, wie er ſelbſt erklärt: „Ich bin das Licht der Welt“, Joh. 8, 12; 9, 5. Und von Chriſto, der Quelle alles Lichts, bekommen die Chriſten ihr Licht. Durch Chri⸗ ſtum werden die Chriſten Kinder des Lichts und des Tages, 1 Theſſ. 5, 5, und ſie ſcheinen als Lichter in der Welt. Phil. 2, 15: „Ihr waret weiland Finſternis, nun aber ſeid ihr ein Licht in dem HErrn“, Eph. 5, 8. Gottes Gnade iſt es allein, die die Finſternis in Licht verwandelt, den