# Synodical Conference Convention Proceedings_St. Louis Missouri_1910_S6 # AI-corrected against the scan — CHI Digital Archive (demonstration) 6 Verhandlungen der dreiundzwanzigſten Verſammlung Sklavenarbeit der Knechte, iſt ehrenvoll. Denn Chriſten verrichten ihre Werke nicht aus Menſchenknechtſchaft, ſondern im Dienſt Gottes, V. 23. 24. Um die Chriſten zu locken, mit aller Freudigkeit in ihrem ganzen Leben ſich ihrer herrlichen Ehrentitel würdig zu erzeigen, ſo weiſt der Apoſtel auch auf einen verheißenen Gnadenlohn hin, V. 24. Wegen des alten Adams aber, den auch die Chriſten noch haben, und der ſie träge macht, fehlt es auch nicht an Warnungen, daß für den Fall der Vernachläſſigung des Dienſtes bei Gott kein Anſehen der Perſon gelte, V. 25. 26. Die herrlichen Titel werden den Chriſten durch das Evangelium beigelegt. Chriſtus hat ſie ihnen durch ſein Leiden und Sterben er⸗ worben. Chriſtus und ſein Evangelium ſind deshalb auch die lebendige Quelle, aus der allein die Chriſten die Kraft ſchöpfen, ihren Ehren⸗ titeln nach zu leben. „Gleichwie Chriſtus euch vergeben hat, alſo auch ihr“, V. 13. Wenn wir erkennen, wer Chriſtus iſt und was er zu unſerer Erlöſung getan und gelitten hat, ſo ſchlägt ein neues, geiſt⸗ liches Leben in unſern Herzen. Wir lieben ihn, weil er uns erſt geliebt hat; und weil wir ihn lieben, halten wir ſein Wort. Chriſtus läßt ſich nicht vom Evangelium trennen. Der Kanal, durch welchen die lebendige Kraft von Chriſto den Chriſten zugeführt wird, iſt das Wort Gottes. Daher die Ermahnung des Apoſtels: „Laſſet das Wort Chriſti unter euch reichlich wohnen“, V. 16. Chriſten ſelbſt ſuchen um Kraft aus der Höhe nach, indem ſie unter Dankſagung für erhaltene Wohltat Gott um ferneren Segen bitten, Kap. 4, 2. Und was iſt der Zweck von dem allem? der Zweck der herrlichen Ehrentitel? der Zweck des Dienſtes der Chriſten ihren Titeln ent⸗ ſprechend? „Und alles, was ihr tut mit Worten oder mit Werken, das tut alles in dem Namen des HErrn JEſu und danket Gott und dem Vater durch ihn“, V. 17. Gott ſoll dadurch geehrt werden. 1. „Ihr ſeid das Salz der Erde.“ (Matth. 5, 13.) Luther ſagt zu dieſer Stelle: „Das iſt ja ein herrlich Amt und eine große, treffliche Ehre, daß Gott die Chriſten ſein Salz heißet und dazu ſetzet, daß ſie ſalzen ſollen alles, was auf Erden iſt. . . . Denn es iſt ja viel aufgelegt und zu hoch überladen, daß die armen Fiſcher oder ſonſt ein armer verachteter Menſch ſoll vor Gott heißen ein Salz der Erde und ſich unterwinden anzugreifen und zu ſalzen alles, was Menſchen ſind auf Erden. . . . Unſer Trotz aber iſt der, wenn es übel gehet, Welt und Teufel uns ſauer anſiehet und ſo böſe ſind, als ſie wollen, daß er zu uns ſagt: ‚Ihr ſeid das Salz der Erde.‘ Wo das Wort ins Herz leuchtet, daß ſich's kann drauf verlaſſen und ungezweifelt rühmen, daß er Gottes Salz ſei, ſo laß zürnen und böſe ſein, wer nicht lachen will.“ (Erl. 43, 67 f.)