# Synodical Conference Convention Proceedings_St. Louis Missouri_1910_S5 # AI-corrected against the scan — CHI Digital Archive (demonstration) der Ev.⸗Luth. Synodalkonferenz von Nordamerika. 1910. 5 John McDavid; die Profeſſoren G. Mezger, Geo. Weller, Aug. Schülke, Karl Haaſe, F. Strieter, H. B. Fehner, Paul Reuter, J. T. Link; die Lehrer A. M. Reinhardt, Geo. Weller, H. Martin, H. Hillmann, A. H. E. Schulz, G. Warnke, Geißler; Student W. H. W. Becker; die Herren Ed. Seuel, Dr. E. G. H. Mießler, W. H. Schnute. Aus der Nebraskaſynode: PP. M. Lehninger, E. C. Monhardt, Edw. Sauer. Grüße wurden auf telegraphiſchem Wege mit dem Zentral⸗ Illinois⸗Diſtrikt der Ehrw. Miſſouriſynode und mit der Immanuel Conference der Negermiſſionare in North Carolina ausgetauſcht. Lehrverhandlungen. Die neuteſtamentlichen Titel der Chriſten. (Referent: P. W. Dallmann.) Wie die Titel, die der Heiland ſich ſelber beilegt, nicht nur intereſſant, ſondern auch lehrreich und praktiſch ſind, ſo auch die Titel, die er ſeinen Chriſten gibt. Sie ſind kurz, aber prägnant. Sie ſind für die Chriſten nicht leere, nichtsſagende Auszeichnungen, die ihnen gewiſſermaßen nur honoris causa beigelegt würden. Es ſind praktiſche Titel. Sie bezeichnen das Weſen der Chriſten. Sie machen den Chri⸗ ſten zu dem, was ſie beſagen. Und die alſo herrlich von Gott begnadeten Chriſten ſollen durch ihre Werke beweiſen, daß die Titel zutreffend ſind. Kol. 3, 12—4, 2 mag zeigen, was es mit den Titeln der Chriſten für eine Bewandtnis hat. „Ihr ſeid Auserwählte Gottes, Heilige und Geliebte.“ Hohe Ehre wird mit dieſen Worten auf die Chriſten ge⸗ häuft, mit reicher Gnade werden ſie überſchüttet. Die Lobgeſänge der Seligen vor dem Throne Gottes werden in Ewigkeit nicht genug dank⸗ ſagen können für ſolch unausſprechliche Barmherzigkeit. Wie ſollte darum der Dank für ſolche große Wohltat die Chriſten hier auf Erden treiben, dieſen herrlichen Titeln entſprechend zu leben! „So ziehet nun an herzliches Erbarmen“ ꝛc., V. 12—17. So reich iſt die durch dieſe Titel mitgeteilte Gnade, daß der Apoſtel ſich nicht damit begnügt, in allgemeinen Worten zum Dank zu er⸗ mahnen; er zeigt auch, wie ein jeder in ſeinem beſonderen Stande dieſer Ehre würdig leben ſoll, V. 18—22; 4, 1. Er richtet an Weiber und Männer, Kinder und Väter, Knechte und Herren je eine ihrem Stande beſonders angepaßte Ermahnung. Solcher Dienſt der Chriſten iſt auch nicht, wie es den Anſchein haben könnte und wie die Welt dafür hält, erniedrigend, eine entehrende Arbeit. Im Gegenteil, ſelbſt der geringſte Dienſt, die