# Lehre und Wehre_St. Louis Missouri_November 1858_S345 # AI-corrected against the scan — CHI Digital Archive (demonstration) Lutherisch⸗theologische Pfarrers⸗Bibliothek. 345 und die Augsburgische Confession als ihr Bekenntniß an, wohlan! so beweise er es mit der That. Wir fordern ihn hiermit auf, öffentlich die falschen Lehren vom Abendmahl, von der Gnadenwahl, vom Sabbath, vom Chiliasmus, der Augsburgischen Confession gemäß, zu verwerfen und für Gottes Wort widerstreitende und kirchentrennende Irrthümer zu erklären, die in der lutherischen Kirche kein Recht haben und darum nicht zu dulden sind, aber ehrlich und ohne Clauseln, nicht blos in der Weise: „ich vermuthe, daß ich verschiedener Ansicht bin,“ sondern bestimmt und klar, wie es einem Lutheraner ziemt, und wenn dann die Generalsynode erklärt, daß er vermöge seiner Gliedschaft an derselben dazu berechtigt ist, so will ich widerrufen und es zurücknehmen, daß die Generalsynode unirt ist. Ich weiß wohl, daß der Herr Doctor dies aus mehreren Gründen nicht thun wird. Aber dies ist eben ein unumstößlicher thatsächlicher Beweis für meine Behauptung. Was endlich den Brief leitender Männer der Generalsynode vom 10. Nov. 1845 betrifft, so ist derselbe zwar nicht officiell von der Generalsynode ausgegangen, aber er ist von ihrem Professor der Theologie, von ihrem Redacteur und andern einflußreichen Männern in derselben unterzeichnet und niemals von derselben desavouirt worden. Der Geist, der in diesem Briefe sich ausspricht, lebt in einem Theile der Generalsynode noch heute, wie die „Definite Platform“ zeigt, und noch hat dieselbe kein entschiedenes öffentliches Zeugniß dagegen abgelegt. Darum ist die Generalsynode nimmermehr eine „ächte Tochter“ der deutschen lutherischen Kirche, sondern sie ist abgefallen vom Bekenntniß unserer Kirche und verleugnet die lautere Wahrheit Gottes. Es bleibt also bei dem, was ich geschrieben habe. Außer der durchaus nicht zur Sache gehörigen Vermuthung in Betreff des Verfassers bekenne ich mich zu jedem Worte in meinem Aufsatze im Septemberhefte. Dies auf Gottes Wort gegründete Zeugniß wider die unionistischen Gräuel der Generalsynode bleibt vor Gott und der Kirche stehen. Schick. Lutherisch⸗theologische Pfarrers⸗Bibliothek. (Fortsetzung.) Zwar wird die Casuistik in der Regel als letzter Theil der Ethik betrachtet*), wir ordnen sie jedoch der Pastoraltheologie unter, da dieselbe gerade *) So Harleß in seiner theologischen Encyklopädie, wo er S. 42 schreibt: „Die Casuistik kann nur als principlose Zersplitterung des letzten Theils der Ethik (der Aeußerungen des christlichen Lebens) in die Fiction einzelner Fälle und des an sie sich knüpfenden ethischen Raisonnements gedacht werden.