# Synodical Conference Convention Proceedings_St. Louis Missouri_1908_S54 # AI-corrected against the scan — CHI Digital Archive (demonstration) 54 Verhandlungen der zweiundzwanzigſten Verſammlung behalten. Bittet daher den HErrn der Ernte, daß er Arbeiter ſende! c. Es fehlt uns an Geld. Zur Betreibung unſerer Miſſion haben wir monatlich $1720.00 nötig. Dazu kommt, daß wir tief in Schulden ſtecken, tiefer als je zuvor bei der Ablegung des Kaſſenberichts. Schon auf der letzten Verſammlung der Synodalkonferenz hatte die Miſſions⸗ kaſſe ein Defizit von $3881.79. Dieſes iſt jetzt auf $9152.13 geſtiegen. Es hält aber ſehr ſchwer, für die Negermiſſion Geld zu borgen, und es iſt überhaupt drückend, unter ſolch einer Schuldenlaſt das Werk fort⸗ zuführen. Wir ſollten ernſtlich darangehen, dieſe Schuld abzutragen. 4. Mit Bezug auf unſere Anſtalten treten uns verſchiedene Pro⸗ bleme entgegen: Feſtſtellung des eigentlichen Zwecks und Charakters jeder derſelben, Bedingungen der Aufnahme in dieſelben, Unterſtützung armer Schüler, Beiträge für die Haushaltskaſſe und anderes — deren Löſung ſofort angeſtrebt werden ſollte. Ihre Kommiſſion empfiehlt daher, daß der Kommiſſion für Negermiſſion der Auftrag gegeben werde, ein dahinzielendes Regulativ aufzuſtellen (etwa unter Zuziehung unſerer Miſſionare und anderer erfahrener Männer) und dieſes der nächſten Verſammlung der Synodalkonferenz vorzulegen. 5. Ihre Kommiſſion iſt der überzeugung, daß bei dem jetzigen Stande der Negermiſſion — von anderm abgeſehen — zwei theologiſche Anſtalten zu viel ſind. Da wir nun in Greensboro die erforderlichen Einrichtungen haben, ſo empfiehlt Ihre Kommiſſion, daß unſere farbigen Prediger nur in Greensboro ausgebildet werden, daß jedoch im Luther⸗ College zu New Orleans der Präparanden⸗ und Lehrerkurſus beibe⸗ halten werde. 6. Die Leſerzahl unſerer beiden Miſſionsblätter iſt folgende: Die „Miſſionstaube“ hat 22,800 Abonnenten, der Lutheran Pioneer 5000. Die „Miſſionstaube“ warf während der letzten zwei Jahre einen Rein⸗ gewinn von $5100.72 ab, der Pioneer einen ſolchen von $578.74, zu⸗ ſammen $5679.46. Beide Blätter ſollten in dem weiten Kranz unſerer Gemeinden unter der großen Zahl unſerer Kommunizierenden viermal ſo viele Leſer haben, als ſie haben. Alle Miſſionsfreunde ſeien gebeten, ſich die Verbreitung dieſer Blätter angelegen ſein zu laſſen. — Prof. Biſchoff hat der Miſſion während der letzten beiden Jahre wieder ſegens⸗ reich gedient durch die vortreffliche Redaktion des Lutheran Pioneer. — Prof. Herzer hat wieder unſerer Miſſion in Springfield, Ill., freundlich ausgeholfen. 7. Der treue Freund unſerer Negermiſſion, Herr „Unbekannt“, hat wieder jedes Jahr ſeinen willkommenen Beſuch bei Herrn Kaſſierer Burgdorf abgeſtattet und ihm beide Male $500.00 für die Negermiſſion übergeben. 8. Viſitationen ſind abgehalten worden: von Paſtor Ober⸗ meyer in North Carolina, Springfield, Ill., Little Rock, Ark., und St. Louis, Mo.; von Paſtor R. Kretzſchmar in New Orleans. Manſura und Napoleonville, La.