# Synodical Conference Convention Proceedings_St. Louis Missouri_1908_S53 # AI-corrected against the scan — CHI Digital Archive (demonstration) der Ev.⸗Luth. Synodalkonferenz von Nordamerika. 1908. 53 ner ſchweren Erkrankung im letzten Herbſt wieder völlig erholt. Freunde der Anſtalt haben ihr ein nötiges Melodion und ein Naturalienkabinett geſchenkt. — Prof. J. T. Müller hat einen Beruf an das Gymnaſium des Südlichen Diſtrikts angenommen und iſt damit aus dem Dienſt der Negermiſſion ausgetreten. Die Synodalkonferenz hat alſo zwei Lehranſtalten: das Imma⸗ nuel⸗College in Greensboro, N. C., mit 4 Profeſſoren und 78 Schülern und das Luther⸗College in New Orleans mit 3 Profeſſoren und 50 Schülern. C. Allgemeines. 1. Unſere Negermiſſion hat drei Männern, die ihr nun ſchon über 25 Jahre lang mit Treue, Weisheit und Geſchick gedient haben, viel zu danken. Der eine iſt Direktor N. J. Bakke, der ſeit Novem⸗ ber 1880 in unſerer Negermiſſion, zuerſt als Miſſionar in New Orleans, dann als Pionier in North Carolina und ſeit den letzten fünf Jahren als Leiter und Direktor des Immanuel⸗College, in ſegensreicher Arbeit ge⸗ ſtanden hat. Der andere iſt Lehrer E. A. Vix an der Mount Zion⸗ Schule in New Orleans. Er wurde als erſter weißer Lehrer unſerer Negermiſſion am 7. Dezember 1881 in dem alten Sailors' Home in ſein Amt eingeführt, hat derſelben Station bis jetzt gedient und iſt unſe⸗ rer Miſſion eine zuverläſſige Stütze geweſen. Der dritte iſt Prof. A. C. Burgdorf vom Walther⸗College in St. Louis. Im Jahre 1882 wählte ihn die Synodalkonferenz zu ihrem Kaſſierer, und ſeitdem hat er unverdroſſen, unter viel Mühe und Arbeit dies Amt verwaltet und der Kommiſſion ſtets bereitwilligſt mit Rat und Tat gedient. Er gibt nun hiermit, weil er ſeiner geſchwächten Geſundheit wegen nicht länger dienen kann, ſein Amt in die Hände der Synodalkonferenz zurück. 2. Da ein Glied der Kommiſſion. Paſtor W. C. Brink, durch einen ſeligen Tod ausſchied, ſo ergänzte ſich die Kommiſſion vor zwei Jahren durch die Wahl Paſtor H. Meyers von St. Louis. Sie hat auch in den letzten zwei Jahren ſich monatlich verſammelt, außerdem noch viele Extraverſammlungen abgehalten und über ihre Verhandlungen genau Protokoll geführt. 3. Unſere Negermiſſion hat gegenwärtig ſonderlich mit folgenden Schwierigkeiten zu kämpfen: a. Es fehlt uns an Arbei⸗ tern. In den letzten zwei Jahren haben wir nicht weniger als 10 Ar⸗ beiter verloren. Manche derſelben gehörten zu unſern tüchtigſten und erfahrenſten Miſſionaren. Das ſind ſchwere Verluſte. — b. Es hält ungemein ſchwer, unſere Miſſionsparochien zu be⸗ ſetzen. Dies hat einen doppelten Grund. Einmal haben wenig weiße Paſtoren und Lehrer Neigung, in die Negermiſſion einzutreten; zum andern ſtehen wir jetzt in der Negermiſſion in der übergangsperiode: die Negergemeinden wollen oft lieber farbige als weiße Paſtoren und Lehrer haben. Und doch müſſen wir, ſoll unſere Negermiſſion im rech⸗ ten Fahrwaſſer bleiben, immer tüchtige weiße Miſſionsarbeiter in ihr