# Synodical Conference Convention Proceedings_St. Louis Missouri_1908_S45 # AI-corrected against the scan — CHI Digital Archive (demonstration) der Ev.⸗Luth. Synodalkonferenz von Nordamerika. 1908. 45 werden, ſonderlich abends, gut beſucht. Unſere jungen Leute halten ſich im allgemeinen treu zur Kirche und ſind immer befliſſen, andere mitzubringen. In Bethlehem iſt ein guter Grund gelegt, auf dem man weiterbauen kann. Unſere alten Glieder ſind erkenntnisreiche Chriſten und ganze Lutheraner.“ Dieſe Station zählt 207 Seelen, 71 Kommunizierende und 15 Stimmberechtigte. In den letz⸗ ten zwei Jahren wurden hier $1024.12 aufgebracht. Trotz der Lehrer⸗ wechſel und der Erbauung einer großen Freiſchule in der Nähe ſteht es mit der Schule gut. Seit September 1907 ſteht Lehrer J. Bruns ihr vor. Ihm ſteht Herr J. F. Odendahl proviſoriſch zur Seite. Die Schülerzahl iſt 119. 2. Manſura: St. Paulsgemeinde. Der Stand dieſer Miſſion iſt ſich in den letzten zwei Jahren ziemlich gleich geblieben. Die Leute haben Fehlernten gehabt und ſind arm. Aber die Gemeinde iſt eine vortreffliche. Der Kirchenbeſuch iſt ausgezeichnet. Faſt alle Glieder kommen regelmäßig zur Kirche. Es ſind gute, treue Lutheraner. Die Gemeinde zählt 85 Seelen, 53 Kommunizierende und 21 Stimm⸗ berechtigte. Die Schule, vom Miſſionar ſelbſt gehalten, zählte im letzten Jahre 25 Kinder. Vor kurzem hat der bisherige Miſſionar, Paſtor F. W. Wenzel, einen Beruf nach Wisconſin angenommen, und dieſe Miſſion wird nun von Miſſionar Ed. Schmidt in Napoleonville mitbedient. 3. Napoleonville. Vor drei Jahren zog ein Glied der St. Paulsgemeinde in New Orleans, namens Joſeph Nelſon, nach Na⸗ poleonville, La., einem blühenden Städtchen in einer fruchtbaren Ge⸗ gend, etwa 80 Meilen weſtlich von New Orleans. Bald gewann er eine Anzahl Neger für den Plan, Paſtor Lankenau zu erſuchen, ihnen eine lutheriſche Predigt zu halten. Das geſchah in einem gutbeſuchten Gottesdienſt. Danach wünſchten die Leute auch fernerhin bedient zu werden, und inſonderheit begehrten ſie Schule für ihre Kinder. Es wurde nun ſo oft als möglich von unſern Paſtoren und Profeſſoren in New Orleans hier gepredigt. Zuerſt übernahm Miſſionar Kretzſchmar die Leitung der neuen Station, ſpäter, nach ſeinem Wegzug, ging ſie zuerſt an Prof. Müller und dann an Miſſionar Kramer über. Ein Gebäude wurde gemietet, und die Kommiſſion verſetzte Lehrer Gehner von New Orleans nach Napoleonville, um eine lutheriſche Schule ins Leben zu rufen. Dieſe zählte nach kurzer Zeit 45 Kinder. Es ſtellte ſich jedoch gar bald heraus, daß zum Gedeihen dieſer Miſſion ein eigenes Lokal nötig ſei; deswegen entſchloß ſich die Kommiſſion, baldmöglichſt hier ein Gebäude zu errichten, das zugleich als Schule und Kapelle dienen könne. Ein Aufruf an die Schulkinder der Synodalkonferenz wurde durch Profeſſor Müller erlaſſen, die Gelder fingen an zu fließen, und bald konnte der Bau in Angriff genommen werden. Am Sonntag nach Oſtern dieſes Jahres wurde das einfache, aber zweckentſprechende Ge⸗ bäude durch Paſtor Kramer und Prof. Müller eingeweiht. Die Koſten