# Synodical Conference Convention Proceedings_St. Louis Missouri_1908_S44 # AI-corrected against the scan — CHI Digital Archive (demonstration) 44 Verhandlungen der zweiundzwanzigſten Verſammlung maligen Wechſel empfinden auch die Gemeindeglieder als einen großen Nachteil. So ſagte kürzlich ein altes Glied: We got to break em in, an' when dey is broke in good, dey goes elsewhere. Trotzdem hat die Gemeinde in den letzten beiden Jahren $1292.74 aufgebracht, faſt $75.00 mehr als im vorhergehenden Biennium. Kandidat E. Krauſe aus unſerm Seminar in St. Louis hat jetzt den Beruf an dieſe Ge⸗ meinde angenommen. St. Paul. Miſſionar: Paſtor Lankenau. Dies iſt unſere volk⸗ reichſte Miſſionsſtation. Die Seelenzahl beträgt 316; die Zahl der kommunizierenden Glieder iſt 152, die der Stimmberechtigten 22. Kommuniziert haben 524. Die Gemeindeſchule iſt eine vierklaſſige. An die Oberklaſſe, welcher im Schuljahre 1906—1907 Frl. Lankenau vorſtand, wurde Lehrer Wilder von der Bethlehemsſtation verſetzt, nach⸗ dem Frl. Lankenau fortgezogen war. Die andern Klaſſen unterrichte⸗ ten die Lehrer Wiley, Seeberry und Frl. Walter, ſämtlich Farbige und Abiturienten des Luther College in New Orleans. Jetzt hat auch Lehrer Wilder mit Zuſtimmung der Kommiſſion einen Beruf an eine weiße Schule angenommen, und es wird nun noch ein Abiturient des Luther College, William Seeberry, an der St. Paulsſchule angeſtellt werden. So hätte denn unſere Negermiſſion eine vierklaſſige Ge⸗ meindeſchule, an welcher ſämtliche Lehrer von uns ausgebildete Neger ſind. Die Schülerzahl, die im Schuljahr 1906—1907 ihren Höhe⸗ punkt, über 300, erreichte, iſt im letzten Jahre auf 241 zurückgegangen. Die Einnahmen auf dieſer Station für die letzten zwei Jahre beliefen ſich auf $1695.55, $196.90 mehr als im vorigen Biennium. über den geiſtlichen Stand ſeiner Gemeinde ſchreibt Paſtor Lankenau: „Je länger ich unter dieſem armen Volke arbeite, deſto mehr lerne ich die Gnade Gottes und die Kraft ſeines Wortes preiſen, durch welche noch ſo viele zum Glauben gebracht und darin erhalten werden. Trotz aller Hinderniſſe haben wir in unſern farbigen Gemeinden ſo erkenntnisreiche und exemplariſche Chriſten wie in den beſten weißen Gemeinden. Es iſt zwar nicht zu leugnen, daß ſie in der Minorität ſind; aber wo iſt das nicht der Fall?“ Bethlehem. Miſſionar: Paſtor G. Kramer. Dieſe Station hat in den letzten zwei Jahren durch wiederholten Wechſel unter unſern Miſſionaren etwas gelitten. Im September 1906 nahm Paſtor Koß⸗ mann, der dieſer Station elf Jahre treu gedient hatte, unter Zuſtim⸗ mung der Kommiſſion einen Beruf an eine weiße Gemeinde an, und Miſſionar Kretzſchmar bediente die verwaiſte Station mit. Ein halbes Jahr ſpäter ſah aber auch er ſich genötigt, den Süden zu verlaſſen. Auch in der Schule fand mehrere Male Wechſel unter den Lehrern ſtatt. Während der Vakanz wurde die Station von unſern Profeſſoren am Luther College verſorgt. Kandidat G. Kramer vom Seminar in St. Louis nahm im Sommer 1907 den Beruf an dieſe Station an. Er ſchreibt: „Es iſt wieder reges Leben eingekehrt. Die Gottesdienſte