# Synodical Conference Convention Proceedings_St. Louis Missouri_1908_S43 # AI-corrected against the scan — CHI Digital Archive (demonstration) der Ev.⸗Luth. Synodalkonferenz von Nordamerika. 1908. 43 geben und tun nichts für die Miſſion. Hier iſt ein Häuflein Neger⸗ chriſten, die nicht nur nach Kräften allerlei Gutes mitteilen dem, der ſie unterrichtet, ſondern die ſelbſt für die Bedürfniſſe ihrer Miſſion ſorgen, die $100.00 für das Immanuel⸗College in Greensboro gegeben haben und die darauf hinarbeiten, in Little Rock ein Kirchlein zu er⸗ richten; ja, eine unſerer ſtandhaften Lutheranerinnen, Mrs. Ellen Bransford, hat Paſtor Poppe in Little Rock bereits $300.00 für dieſen Zweck übergeben. Dieſelbe Chriſtin hat, da ſie keine Verwandten mehr hat, unſerer Negermiſſion auch ihr ganzes, nicht unbedeutendes Ver⸗ mögen teſtamentariſch vermacht. Man ſagt endlich, die Neger halten wenig auf chriſtliche Zucht und gottſeligen Wandel. Hier haben wir farbige Glaubensgenoſſen, die zwar, wie wir, auch noch den alten Adam an ſich haben, aber durch Gottes Gnade ihn ſamt ſeinen Lüſten kreu⸗ zigen und der Heiligung nachjagen. Das iſt etwas Großes. Das iſt ein neuer Beweis für die Wirk⸗ ſamkeit und Kraft des Wortes Gottes. Das muß uns veranlaſſen, ſeine Gnade zu rühmen, und uns aufs neue ermuntern, ja begeiſtern für die Negermiſſion. Deswegen ſei diesmal Little Rock im Bericht über die Negermiſſion zuerſt genannt. Paſtor Poppe in Little Rock beſucht unſere Negerchriſten dort zweimal monatlich und nimmt ſich ihrer treulich in großer Selbſtverleugnung an. Er predigt ihnen in einem Privathauſe, wozu ſich etwa 30 Zuhörer einſtellen. Mit dieſen hält er auch regelmäßig Chriſtenlehre. Die Sonntagsſchule beſuchen 20 Kinder. Die Zahl der Kommunizierenden iſt 8. Dieſen gibt Paſtor Poppe das Zeugnis, daß ſie ſo aufrichtige Chriſten ſeien, als er je unter ſeinen Kommunikanten gehabt habe, und ſchließt ſeinen Bericht mit den Worten: „Bittet den HErrn der Ernte, daß er auch einmal einen Arbeiter ſende, die Ernte in der Negermiſſion in Little Rock einheimſen zu helfen.“ Auch die Paſtoralkonferenz von Arkanſas forderte die Kom⸗ miſſion auf, die Miſſion in Little Rock wieder aufzunehmen. II. Louiſiana. 1. New Orleans. Hier haben wir drei blühende Gemeinden und das Luther College. Die Gemeinden, nach der Reihenfolge ihrer Entſtehung, ſind folgende: Mount Zion. Wie gering waren doch die Anfänge dieſer Miſ⸗ ſion in dem hiſtoriſchen Sailors' Home! Jetzt zählt die Gemeinde 220 Seelen, 107 Kommunizierende und 18 Stimmberechtigte. Die Schule, der unſere alten, treuen Lehrer Vix und Meibohm vorſtehen, zählt 190 Schüler. Leider mußte Miſſionar Kretzſchmar, der hier im Segen arbeitete, um Krankheit in der Familie willen auf dringenden Rat der Ärzte New Orleans verlaſſen und nahm im Frühling 1907 unter Zu⸗ ſtimmung der Kommiſſion einen Beruf nach Nebraska an. Seitdem verſorgt Miſſionar Kramer dieſe Station mit. Er ſchreibt, daß die Miſſion hier infolge wiederholten Fortzugs der Miſſionare gelitten habe, ſonſt könnte ſie heute unſere blühendſte Station ſein. Den oft⸗