# Synodical Conference Convention Proceedings_St. Louis Missouri_1908_S41 # AI-corrected against the scan — CHI Digital Archive (demonstration) der Ev.⸗Luth. Synodalkonferenz von Nordamerika. 1908. 41 ſchehen ſein laſſen. Er ſagt beſtimmt voraus: „Sie werden meine Stimme hören“, und was er vorausſagt, geht in Erfüllung. Allerdings, ſeine Stimme ſtößt auf viele Hinderniſſe, viel Widerſpruch und Feind⸗ ſchaft. Der Teufel hindert den Lauf des Evangeliums, erfüllt die Herzen der Menſchen mit Haß und Feindſchaft gegen dasſelbe und er⸗ würgt die Schafe, wo er kann. Aber durch all dieſe Hinderniſſe geht doch die Miſſion des guten Hirten fort, bis die Zahl ſeiner Auserwählten voll iſt. Er ſagt: „Ich muß ſie herführen. Sie werden meine Stimme hören.“ Er bürgt für den Erfolg. Das alleinige erfolgreiche Miſ⸗ ſionsmittel iſt JEſu Stimme, ſein Wort, ſein Evangelium. Alle Miſ⸗ ſion, die nicht durch dieſes Mittel getrieben wird, iſt keine wahre Miſſion. 6. Endlich wird uns in dieſen Worten angegeben, welches das Ziel der Miſſion iſt: „Und wird eine Herde und ein Hirte werden.“ Eine aus den verlorenen Schafen herzugeführte und geſam⸗ melte Herde unter einem Hirten, das iſt das Ziel der Miſſion. Dies Ziel verwirklicht ſich ſchon jetzt. Es iſt ein Hirte. JEſus Chriſtus. Es iſt eine Herde, die eine heilige chriſtliche Kirche auf Erden. Alle, die an den einen Hirten von Herzen glauben, zu welchem Volke ſie auch gehören mögen, ſind Glieder der Kirche Chriſti. Alle wahre Miſſion zielt darauf ab, daß die eine heilige chriſtliche Kirche gemehrt und erbaut werde. Wenn das nicht Ziel der Miſſion iſt, dann treibt man keine wahre Miſſion. „Und wird eine Herde und ein Hirte werden“, iſt eine Weis⸗ ſagung, die ſich fort und fort erfüllt, aber erſt am Jüngſten Tage völlig erfüllt ſein wird. Ein Hirte, und um den einen Hirten die eine, ganze, vollzählige Herde, das iſt das Endziel. Der Hirte wird einſt ſeine Herde muſtern, wird ſie zählen und alle Schafe mit Namen rufen, und ſiehe, keins wird fehlen, keins wird verloren ſein. Die volle Zahl der Auserwählten wird ewig gerettet und geborgen ſein. Das iſt Ziel aller Miſſionsarbeit, und wo nicht dieſes Ziel allein erſtrebt wird, da wird auch nicht wahre Miſſion getrieben. Alſo unſer HErr JEſus Chriſtus treibt das Miſſionswerk in der Welt. Aber wie? Er hat dies köſtliche Werk uns be⸗ fohlen. Er treibt es durch ſeine Chriſten. Durch ſie ſucht er die verirrten und verlorenen Schafe, durch ſie läßt er ſeine Stimme er⸗ ſchallen, durch ſie führt er ſeine Miſſion zum Ziele. „Gehet hin in alle Welt und prediget das Evangelium aller Kreatur! Wer da glaubet und getauft wird, der wird ſelig werden“, iſt ſein Auftrag an ſeine Gläubigen. Sie ſollen allen Völkern ſein Evangelium bringen, in allen Sprachen ſollen ſie es predigen. Und er will es ſegnen, als wenn er es ſelbſt mit eigenem Munde verkündigte. „Wer euch höret, der höret mich“, ſagt er. In Zion, ſeiner Kirche, werden ihm daher Kinder ge⸗ boren wie der Tau aus der Morgenröte. Auch Mohren werden daſelbſt geboren. Und einſt wird eine große Schar, die niemand zählen