# Synodical Conference Convention Proceedings_St. Louis Missouri_1908_S38 # AI-corrected against the scan — CHI Digital Archive (demonstration) 38 Verhandlungen der zweiundzwanzigſten Verſammlung auf daß die Welt glaube, du habeſt mich geſandt“, Joh. 17, 21. Und in demſelben Gebet: „Ich habe ihnen gegeben die Herrlichkeit, die du mir gegeben haſt, daß ſie eins ſeien, gleichwie wir eins ſind, ich in ihnen und du in mir, auf daß ſie vollkommen ſeien in eins, und die Welt erkenne, daß du mich geſandt haſt und liebeſt ſie, gleichwie du mich liebeſt“, Joh. 17, 22. 23. Es macht einen gewaltigen Eindruck auf die Welt, wenn die Chriſten einmütig in Wort und Wandel das Heil in Chriſto bezeugen. Darüber berichtet die Apoſtelgeſchichte, Kap. 4, 32. 33: „Der Menge aber der Gläubigen war ein Herz und eine Seele. . . . Und mit großer Kraft gaben die Apoſtel Zeugnis von der Auferſtehung des HErrn JEſu, und war große Gnade bei ihnen allen.“ Kap. 5, 12—14: „Sie waren alle in der Halle Salomonis einmütiglich. Der andern aber wagte keiner, ſich zu ihnen zu tun, ſondern das Volk hielt groß von ihnen. Es wurden aber immer mehr hinzugetan, die da glaubeten an den HErrn, eine Menge Männer und Weiber.“ Sieht hingegen die Welt unter den Chriſten Uneinigkeit, ſo wird ſie dadurch geärgert und in ihrem Unglauben geſtärkt. Dasſelbe iſt zu ſagen von den Irrgläubigen. Sehen ſie Einigkeit und herzliche Brüderlichkeit in der rechtgläubigen Kirche, ſo kann das ein Mittel wer⸗ den, daß ſie auf das Zeugnis der Wahrheit achten und dadurch in das Lager der rechtgläubigen Kirche hinübergeführt werden. Sehen ſie da⸗ gegen, daß die ſich untereinander beißen und freſſen, welche ſich der Rechtgläubigkeit rühmen, ſo nehmen ſie daraus Veranlaſſung, Gottes Ehre und Gottes Wort zu ſchänden und ſich von der rechtgläubigen Kirche getrennt zu halten. Will jemand ſich überzeugen von dem Ärgernis, das durch Störung der glaubensbrüderlichen Gemeinſchaft angerichtet wird, ſo achte er nur auf den Jubel der Römiſchen über die Uneinigkeit der Proteſtanten; Luthers Klage über den Abfall der Sakramentierer; die Schadenfreude der Landeskirchlichen über die Uneinigkeit der Freikirchen; den Jubel der Generalſynodiſten, Iowaer, Ohioer, wenn ſie Zwietracht innerhalb der Synodalkonferenz zu bemerken meinen. Und welcher Schade würde durch Störung der glaubensbrüderlichen Gemeinſchaft in unſerer eigenen Mitte geſtiftet! Gal. 5, 15: „So ihr euch untereinander beißet und freſſet, ſo ſehet zu, daß ihr nicht unter⸗ einander verzehret werdet!“ Was aber nötig iſt, die Einigkeit zu erhalten, iſt: „Haltet feſt an der Demut“, 1 Petr. 5, 5. Auf Beſchluß wurden die Beſprechungen der vierten Theſe aus dem Protokoll weggelaſſen. Das Referat wurde angenommen und dem Herrn Theſenſteller der herzliche Dank der Synodalkonferenz votiert.